Landesligafinale 2022 der Badischen Kunstturner

 


TSV Grötzingen II gewinnt Landesligafinale der Badischen Kunstturner

Königliche Leistung am Kaiserstuhl: Mit einer quasi fehlerfreien geschlossenen Mannschaftsleistung zeigten die Nachwuchsturner vom Grollenberg beim Finale der BTB-Ligen in Wyhl, dass in 2 Jahren staatlich verordneter Wettkampfpause keinerlei Moos angesetzt wurde. Vielmehr konnten die seither erzielten Fortschritte mit beeindruckender Stabilität präsentiert werden. 

 

Dabei standen die Vorzeichen alles andere als günstig: Neben Trainer Lazar Bratan tappte 3 Tage vor dem Finale auch Fünfkämpfer Nikolai Parkin, bis dahin in allen Wettkämpfen mindestens zweitbester Grötzinger Punktesammler, in die Corona-Testfalle. Da außerdem der Fitnessstand des gerade erst genesenen Neyén Eder fraglich erschien, war Improvisieren angesagt: Die endgültige Startaufstellung wurde erst vor Ort unmittelbar vor Wettkampfbeginn geklärt.

 

Zu allem Überfluss musste auch noch das allgemeine Zittergerät Pauschenpferd als Startgerät herhalten, anstatt wie sonst erst mal mit einer starken Bodenleistung eine solide Basis legen zu können. Jedoch konnten die Turner aus der Fächerstadt just an dem sichtlich betagten Wyhler Klepper ein gewaltiges Ausrufezeichen setzen: Mit der besten Saisonleistung wurden nicht weniger als 5 Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz aus Kirchheim und Bretten herausgeturnt, ja nachgerade herausvoltigiert, die bis zum Ende reichen sollten. 

 

Inhaltliche Defizite an den folgenden 3 Geräten Ringe, Sprung und Barren konnten durch exzellente Ausführung gut kompensiert werden, bevor an Reck und Boden wiederum die besten Mannschaftsleistungen aller Teams der Landesliga-Nord aufs Parkett gezaubert werden konnten.

 

„most valuable player“ war einmal mehr Julian Bertsch, der ohne Sprung mehr Punkte erzielte als alle anderen Fünfkämpfer der Konkurrenz, inklusive Südstaffel, und damit sogar manchem Sechskämpfer auf die Pelle rückte. Weitere Highlights waren… ja, eigentlich alle Grötzinger Übungen: Die Höchstwertungen fanden sich bei den anderen Mannschaften, aber die Positionen 3 und 4 waren bei der Konkurrenz an praktisch keinem Gerät so stark besetzt wie beim TSV – geschlossene Mannschaftsleistung, wie oben erwähnt, mit dem Ergebnis einer Punktzahl, die auch im anschließenden Finale der Verbandsliga einen Platz im guten Mittelfeld bedeutet hätte. 

 

Not least ein großes Dankeschön an den mitgereisten Fanclub, der uns im Wyhler Hexenkessel stets lautstark zu unterstützen wusste! So eine Stimmung hatten wir auch in der Bundesliga beileibe nicht immer – und in den letzten Jahren schon gar nicht: Ohne Maskerade fällt das Aufatmen nach der durchgeturnten Übung dann doch leichter, und das Jubeln sowieso. Hoffen wir, dass uns diese frisch-fromm-fröhliche Freiheit nun auch dauerhaft erhalten bleibt. 

 

JR 

 

 

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