Weihnachts - Trainingslager 2021

 


Kinder- und Jugend-Trainingslager des TSV Grötzingen vom 26-29.12.2021 

 

Nach bald 2 Jahren mit eingeschränktem Trainingsbetrieb am Grötzinger Grollenberg und ohne richtige Wettkämpfe im Kinder- und Jugendbereich musste dringend mal ein Sportevent her, um den Kunstturn-Nachwuchs bei Laune zu halten. So entstand in der Adventszeit die Idee, zwischen den Jahren ein kleines Trainingslager zu veranstalten. Die sich ständig ändernden Verordnungen vor Augen und mit Blick auf eine jahreszeitlich bedingt drohende Verschärfung der Situation wurde bereits im Vorfeld mit „2Gplus“ geplant, sowie mit einer strikten Kasernierung, um als „geschlossene Blase“ vor Ansteckungen gefeit zu sein, bzw. diese durch weitere Separierung vor Ort auf den kleinstmöglichen Personenkreis zu beschränken.

 

Trainingslager als bestes Weihnachtsgeschenk!

 

Nach gefühlt endlosem Hin und her, ob das Ganze wirklich würde stattfinden können, schafften wir es kurz vor knapp tatsächlich, ein Mini-Trainingslager in den Weihnachtsferien auf die Beine zu stellen. So begannen wir (Julian, Bianca und Finnja) im Dezember mit der Planung. Wir hatten viele Ideen, die dann leider ziemlich rabiat eingeschränkt wurden. Da kurz vor Heiligabend neue Coronaverordnungen veröffentlicht wurden, nach welchen wir uns richten mussten, wurde unsere Planung erneut vor eine große Herausforderung gestellt. Teilweise überlegten wir tatsächlich schon, alles abzublasen. Da wir allerdings schon alles eingekauft hatten und sich viele Kinder schon riesig auf das Trainingslager freuten – Zitat „Ich freue mich mehr auf das Trainingslager als auf Weihnachten“ – haben wir es dann doch nach vielen, vielen Mails und zahlreichen kleinen Einschränkungen geschafft, das sportliche Jahreshauptereignis in abgespecktem und stets „Corona-konformem“ Rahmen stattfinden zu lassen. 

 

Morgens um 11 Uhr am 26.12. trafen die ersten Teilnehmer ein, und wir starteten ordnungsgemäß mit einer Massentestung, trotz bei sämtlichen Übungsleitenden und den weitaus meisten Aktiven vorliegendem vollständigen Impfstatus. Mit positiver Grundstimmung dank durchweg negativer Ergebnisse begannen wir den sportlichen Teil mit einer zweistündigen Trainingseinheit – brav separiert nach Trainingsgruppen versteht sich. Die CO2-Messstation in der Turnhalle mahnte uns hierbei spätestens ab 1.000ppm zum ordentlichen Durchlüften, was dank des eisigen Durchzugs auch noch zu höherer Aktivität anregte. 

 

Bänderriss mit Tomatensoße

 

Zum Mittagessen zauberte uns Anton mit Hilfe von Julia und Caro einen Couscoussalat, und für jene, die diesen skeptisch betrachteten, eine Maultaschensuppe. Nach der Mittagspause gab es dann von 15:30 -18:00 Uhr eine weitere Trainingseinheit, welche von einem Krafttrainingszirkel nach Antons Kreation gekrönt wurde. Diese endete dann leider nicht für alle nur mit Muskelkater, da ich es schaffte, mir dabei ein Außenband am Fuß zu reißen: Die Mattenlage an den Geräten wurde leider vom sonst so ausgefeilten Hygienekonzept des Vereins nicht mit abgebildet. Daraufhin gab es zum Abendessen lieber keine weiteren Experimente, sondern Nudeln mit Tomatensoße. 

 

Abgeschlossen wurde der Abend mit der einen oder anderen gemütlichen Partie „Werwolf“ und einer sehr lustigen Runde „cards against humanity“. Als dann schließlich gegen 1 Uhr alle schliefen (großzügig mit viel Abstand verteilt auf alle drei Hallen und alle sonstigen verfügbaren Räumlichkeiten), wurden die süßen Träume vom einen oder anderen Schlafwandler und manchen Schnarchern unterbrochen... und natürlich dem Wecker, der uns alle um 7:45 Uhr unerbittlich weckte. 

 

Germanys next Turnmodel 

 

Als Frühsport leiteten Bianca und ich von 8.00 bis 8.30 Uhr ein „Power-Yoga“ an, bei welchem wir wohl alle mehr Kraft für das Lachen als für das Yoga verbrauchten. Frisch gestärkt durch eine gute Portion Haferbrei und einer kurzen Verdauungspause startete das Training für unseren Überraschungswettkampf: Es wurden 2er-Teams aus je einem Jungen und einem Mädchen gebildet, welche dann zusammen jeweils eine Übung an einem eigenen und eine am geschlechterfremden Lieblingsgerät turnen durften. Beim Training wurde dabei mindestens genauso viel gelacht wie beim Styling. Der Wettkampf lief erfolgreich ab (mit ein paar blauen Flecken vom Balken und vom Männerbarren), und wir kürten die Teams Sverre & Bianca und Björn & Caro als Sieger. 

 

Am Ende des Tages waren wir dann alle so müde, dass viele schon während des Films, den wir mittels Beamer anschauten, einschliefen. Um doch noch ein paar mehr Minuten Schlaf aufzuholen, ließen wir den Frühsport am Dienstag ausfallen und frühstückten lieber direkt die Brötchen, die uns jeden Morgen von verschiedenen maskierten Eltern gebracht wurden. Vielen Dank dafür!!!

 

Die Trainingseinheit am Vormittag begannen wir mit der „Bring Sally up“-Challenge in verschiedenen Variationen. Wer diese nicht kennt, darf sie gerne mal ausprobieren ;)

 

Schnitzelgrube im Dunkeln und andere kulinarische Schmankerl

 

Das weitere Training für die Jungs leitete Anton, und das für die Mädchen Julian und ich. Nach langem guten Zureden trauten sich dann doch alle, vom Trampolin einen Doppelsalto in die Schnitzelgrube zu machen. Zum Mittagessen verhungerten wir dank Christina nicht, da diese für uns einkaufen ging. Auch dafür vielen Dank!! 

 

Nach einem erbitterten Volleyballturnier, in welchem entschieden wurde, wer abwaschen muss, sowie einem Ring-Turnier fand unsere letzte Trainingseinheit des Trainingslagers statt: Die Jungs machten Zugstemmen, Drücker und Klimmzüge mit so viel Zusatzgewicht, dass sich auch einfach eins von den Mädchen hätte an die Beine dranhängen können. 

 

Den letzten Abend beendeten wir mit einem leckeren Linseneintopf, einer Runde Verstecken in der abgedunkelten Halle, und danach einer sehr, sehr lustigen Runde „Wer bin ich“... Wir kennen uns jetzt alle bestens im Thema Märchen aus. Der Höhepunkt des Abends war wohl jedoch das Schokopudding-Festessen um 2 Uhr morgens. 

 

In der letzten Nacht wurde mehr Wert auf Reden als auf das Schlafen gelegt, weswegen auch am nächsten Morgen der Frühsport ausfallen musste. Wir beendeten unser Trainingslager, indem wir alle zusammen die Halle komplett saubermachten und dann alles richtig aufräumten (was dringend nötig war). 

 

Zum Schluss kann ich nur sagen, dass es mir unglaublich viel Spaß gemacht hat, und ich mich über jeden gefreut habe, der dabei war :) 

 

Finnja Weiss, Jugendtrainerin

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