Erneut vermeidbare Niederlage für

Karlsruher Kunstturner


Katastrophaler Pauschenpferddurchgang verhindert möglichen Auswärtssieg 

 

„Weniger Fehler“ lautete die Devise für den Auftritt der inhaltlich eigentlich sehr gut aufgestellten Riege des TSV Grötzingen bei der TSG Backnang. Im Vergleich zur äußerst unglücklichen letzten Begegnung gegen den TV Bühl gelang dies auch, die Anzahl an Stürzen wurde halbiert. Die verbliebenen drei unfreiwilligen Abgänge leistete man sich allesamt am Pauschenpferd: Hier hätte man gegenüber dem dort ebenfalls suboptimal agierenden Gegner einigen Vorsprung herausholen können, der angesichts der bekannten eigenen Schwäche an den Ringen bitter nötig gewesen wäre. So aber ging das mit artgerechter Tierhaltung kaum vereinbare beidseitige Rodeoreiten knapp an die Hausherren, die sich anschließend an den Ringen erwartungsgemäß zur Pause mit 19:11 absetzen konnten.

 

In der zweiten Halbzeit lieferte man sich an Sprung, Barren und Reck einen spannenden Schlagabtausch auf Augenhöhe: Mit im Schnitt 12,0 Punkten wurde dem zahlreich anwesenden und lautstark anfeuernden Backnanger Publikum großer Turnsport auf Zweitliganiveau geboten. Am meisten wusste auf schwäbischer Seite der gerade mal 16jährige Gabriel Eichhorn zu gefallen, der zweimal sogar die 13 knackte und zum Topscorer der Begegnung avancierte – vor Miro Göttler, der einmal mehr als einziger Grötzinger an den Ringen punkten konnte.

 

Einen versöhnlichen Abschluss gab es durch einen knappen Sieg am Reck, so dass man zusammen mit dem Unentschieden am Boden zumindest ein paar Gerätpunkte mitnehmen konnte. Den Absturz in die untere Tabellenhälfte konnte dies allerdings nicht verhindern. Hier wird in den nächsten Wochen noch allerhand zu tun sein, um nicht das Abstiegsgespenst aus dem Keller zu locken; insgesamt verkaufen sich die Turner aus der Fächerstadt heuer leider gerade deutlich unter Wert.

 

JR