Siegreicher Saisonabschluss 

Grötzinger Kunstturner bezwingen Bochum

 

Vor endlich einmal gut besetzter Kulisse und bei königlicher Stimmung konnte der TSV Grötzingen am letzten Wettkampftag den dritten Heimsieg einfahren. Dabei wurde an den ersten fünf Geräten die Saisonbestleistung abgeliefert: 19 Übungen ohne größeren Fehl und Tadel erbrachten einen zwischenzeitlichen Vorsprung von 24 Scorepunkten, mit dem so im Vorfeld niemand gerechnet hätte (gleichwohl bereits am ersten Gerät offensichtlich wurde, dass die Bochumer Gäste ihren beruflich verhinderten Mülheimer Gastturner Artur Sahakyan nicht adäquat ersetzen konnten).

 

Dann aber ging den Turnern aus der Fächerstadt zum Wettkampfende doch sichtlich die Puste aus: 0:19 aus den letzten fünf Duellen lautete die verheerende Schlussbilanz, so dass der im Grunde schon sichere Sieg beinahe noch verschenkt wurde.

 

Am Ende fehlten auch durch diese Leichtfertigkeit ganze 4 Gerätpunkte zum dritten Tabellenplatz, der allerdings schon allein angesichts des direkten Vergleichs klar verdient an den TV Isselhorst geht. Mit der Verteidigung des 4. Ranges aus dem Vorjahr kann man außerdem durchaus zufrieden sein – angesichts der in diesem Jahr erheblich stärkeren Konkurrenz: Ligaprimus Oberhausen turnte an jeden Wettkampftag mehr Punkte als die Zweitligisten Fulda und Obere Lahn, und die KTV Hohenlohe erreichte mit dem wieder genesenen früheren Kaderturner Mike Hindermann auch ein anderes Niveau als noch 2018.

 

Hinzu kam, dass uns der irische Spitzenturner Adam Steele lediglich für einen Wettkampf zur Verfügung stand und man so auf der Ausländerposition deutlich schwächer besetzt war als die meisten anderen Teams (zumindest an den ersten sechs Geräten). Trotzdem ist man sich beim TSV Grötzingen sicher, mit dem jungen Österreicher Ricardo Rudy langfristig auf das richtige Pferd zu setzen und damit auch der Homogenität des Teams einen Gefallen zu tun.

 

In diesem Zusammenhang kann auch die Integration des eigenen Nachwuchses als allemal erfolgreich bezeichnet werden: Insbesondere der 20jährige Anton Weiss (als Mittenwalder neuerdings ebenfalls fast Österreicher, wenn er auf dem Heimweg mal falsch abbiegt) wusste zu Gefallen und konnte zu jedem Grötzinger Sieg mehrere Scorepunkte beitragen. Auch die insgesamt 10 Scorepunkte des erst 17jährigen Neyén Eder machen Mut für die Zukunft. 

 

Trotzdem muss festgehalten werden, dass rund 40% der Grötzinger Treffer seitens der Ü40 erzielt wurden: Lazar Bratan und Jens Rudat konnten sich so in den Top Ten bzw. Top Twenty der Topscorerliste der Ligastaffel platzieren. In der um die ausländischen Starturner bereinigten Liste reichte es für den Karlsruher Turner-Trainer sogar zu Platz 3 hinter dem überragenden Mike Hindermann und Matthias Steinkamp (Oberhausen), die im nächsten Jahr mutmaßlich ihr Können in der 2. Bundesliga präsentieren werden. 

 

Wir danken allen beteiligten Turnern, Kampfrichtern, Zuschauern und den vielen ehrenamtlichen Helfern für eine erfolgreiche und harmonische Saison 2019. Der sympathischen Truppe aus Bochum wünschen wir noch eine verletzungsfreie Nachholbegegnung am kommenden Samstag und unseren Turnfreunden aus Oberhausen und Hohenlohe viel Erfolg beim Aufstiegsfinale.

 

JR

 

 

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