Erfolgsjahr 2019 geht zu Ende - 

 

gern mehr davon in 2020


2. Mannschaft – Grötzinger Nachwuchs behauptet sich in der Landesliga

Die 2. Mannschaft des TSV Grötzingen turnte nach dem Aufstieg 2018 in der Landesliga Nord des BTB.  In der Mannschaft standen mit Luis Glage (16 Jahre), Nikolai Parkin (15) und den beiden gerade mal 12jährigen Julius Kramer und Sverre Weiss gleich vier Nachwuchsturner erstmals in der Landesliga am Gerät. Auch wenn die jungen Wilden des Öfteren Lehrgeld zahlen mussten, kann der Saisonverlauf insgesamt ebenso als erfolgreich bezeichnet werden wie der abschließende 4. Tabellenplatz – zwar deutlich hinter den Spitzenreitern, aber eben auch ein gutes Stück oberhalb des Abstiegsranges. Im nächsten Jahr steht eine deutliche Verbesserung zu erwarten; mehr dazu später (siehe 1. Mannschaft).

 

Badische und Deutsche Seniorenmeisterschaften: Gold und Silber für das alte Eisen

 

In Abwesenheit des vereinsinternen Hauptkonkurrenten Lazar Bratan konnte Jens Rudat die Gunst der Stunde nutzen und sich in Gengenbach zum „Bademeister“ in der Altersklasse 40plus küren lassen. Die hiermit erfolgte Qualifikation zu den Deutschen Seniorenmeisterschaften im benachbarten Bühl wurde umgehend genutzt, um nach dem Titel 2015 sowie zwei Bronzemedaillen in 2016 und 2018 endlich die fehlende silberne Plakette zur Komplettierung des Medaillensatzes in dieser Altersklasse zu ergattern – gerade noch rechtzeitig, bevor es 2020 in die Ü45 geht. Wir gratulieren den morschen Knochen!

 

Baden-Württemberg-Meisterschaften: Karlsruher Kunstturner in Heidelberg erfolgreich

 

Bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften der Kunstturner in Heidelberg konnte der TSV Grötzingen nach langer Durststrecke endlich wieder einen Jugendturner auf dem Treppchen platzieren: Der 17jährige Neyén Eitan, im Frühjahr die Stütze der 2. Mannschaft in der Landesliga, konnte in der A-Jugend die Silbermedaille erringen.

 

Auch die „Großen“ schlugen sich achtbar: Der 19jährige Anton Weiss konnte in seinem ersten Jahr bei den Männern einen respektablen zehnten Rang belegen und zeigte dabei erstmals einen Doppelsalto am Boden – sehr zur Freude seines Trainers Lazar Bratan, der seinerseits nur um den Wimpernschlag von 5 Hunderstelpunkten am Barrenfinale vorbeischrammte. 

 

Die Betreuungsarbeit übernahm im Wesentlichen der Grötzinger Senior Jens Rudat, der es sich gegen Wettkampfende nicht nehmen ließ, selber aktiv ins Geschehen einzugreifen und am letzten Gerät Pauschenpferd den achtbesten Wert der 24köpfigen Konkurrenz zu erturnen.

 

Deutsche Hochschulmeisterschaften: Mens sana in corpore sano

 

Im Team der Wettkampfgemeinschaft Karlsruhe (sportlicher Zusammenschluss aus KIT und Pädagogischer Hochschule) verfehlte Lazar Bratan bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften mit Rang 4 das Podest denkbar knapp.  Selbiges erklomm Jens Rudat beim ADH-Cup mit den „Karlsruher Königen“. Beide Grötzinger Mittvierziger waren mit erheblichem Abstand die ältesten Turner in ihren Wettkämpfen, ließen aber nicht wenige kaum volljährige Konkurrenten buchstäblich alt aussehen. Die abschließende „Balea Open“ ging jedenfalls in diesem Jahr unangefochten an die Turner aus der Fächerstadt.

 

1. Mannschaft – Grötzinger Kunstturner setzen sich in oberer Bundesliga-Tabellenhälfte fest

 

Wie im Vorjahr verschlug es die Kunstturner des TSV Grötzingen in die Nordstaffel der 3. Bundesliga, und wie 2018 wartete als erster Gegner die Wettkampfgemeinschaft der unterfränkischen Turnvereine Hösbach und Großostheim – also quasi Karlsruhe gegen Aschaffenburg, norddeutscher ging es kaum…

 

…und genau wie 2018 gelang den Turnern aus der Fächerstadt zum Saisonauftakt das Kunststück, dank besserer Taktik den leicht stärkeren Gegner nach Scorepunkten zu bezwingen und so die Saison wieder mit einem Heimsieg zu beginnen. Es folgten wechselhafte Leistungen mit unerwartet deutlichen Siegen, aber auch ein oder zwei vermeidbaren Niederlagen.

 

Mit der Verteidigung des 4. Ranges aus dem Vorjahr kann man insgesamt durchaus zufrieden sein – angesichts der in diesem Jahr erheblich stärkeren Konkurrenz: Ligaprimus Oberhausen turnte an jeden Wettkampftag mehr Punkte als die Zweitligisten Fulda und Obere Lahn, und die KTV Hohenlohe erreichte mit dem wieder genesenen früheren Kaderturner Mike Hindermann auch ein anderes Niveau als noch 2018. 

 

Hinzu kam, dass uns der irische Spitzenturner Adam Steele lediglich für einen Wettkampf zur Verfügung stand und man so auf der Ausländerposition deutlich schwächer besetzt war als die meisten anderen Teams. Trotzdem ist man sich beim TSV Grötzingen sicher, mit dem jungen Österreicher Ricardo Rudy langfristig auf das richtige Pferd zu setzen und damit auch der Homogenität des Teams einen Gefallen zu tun. 

 

In diesem Zusammenhang kann auch die Integration des eigenen Nachwuchses als allemal erfolgreich bezeichnet werden: Insbesondere Anton Weiss wusste zu Gefallen und konnte zu jedem Grötzinger Sieg mehrere Scorepunkte beitragen. Auch die insgesamt 10 Scorepunkte des erst 17jährigen Neyén Eder machen Mut für die Zukunft – und dass, obwohl er mit lediglich acht Einsätzen auch im Folgejahr für die 2. Mannschaft startberechtigt bleibt, ebenso wie Julian Bertsch und Miro Göttler. Die nächste Landesligasaison (die bereits Ende Februar beginnt) verspricht also sehr erfolgreich zu werden.  

 

Trotzdem muss festgehalten werden, dass rund 40% der Grötzinger Treffer seitens der Ü40 erzielt wurden: Lazar Bratan und Jens Rudat konnten sich so in den Top Ten bzw. Top Twenty der Topscorerliste der Ligastaffel platzieren. In der um die ausländischen Starturner bereinigten Liste reichte es für den Karlsruher Turner-Trainer sogar zu Platz 3.  

 

Wir danken allen beteiligten Turnern, Kampfrichtern, Zuschauern und den vielen ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren für eine erfolgreiche und harmonische Saison 2019. 

 

JR