Ein Sieg muss her

 Grötzinger Kunstturner beim Tabellenschlusslicht unter Zugzwang

 

Die zuletzt arg gebeutelte Riege des TSV Grötzingen dümpelt derzeit weit von den eigenen Ansprüchen entfernt im unteren Tabellenmittelfeld der 3. Kunstturnbundesliga. Gründe hierfür sind:

 

- die massive akute verletzungs- und krankheitsbedingte Schwächung (Artem Fefermann:

  Mittelhandbruch; Jens Rudat: Wundinfektion; Miro Göttler: Schulterbeschwerden; Luca Dilger:

  grippaler Infekt)

- die fehlende Kompensationsmöglichkeit durch den nun doch nicht zur Verfügung stehenden

  Edeljoker Thomas Hanke (berufliche Verpflichtungen im Münsterland)

- sowie die bislang nicht erfolgte Freigabe des irischen Spitzenturners und WM-Teilnehmers

  Adam Steele durch seinen Verband.

 

Insbesondere der letzte Grund kann im kommenden Wettkampf allerdings nicht als Entschuldigung herhalten: Die TSG Sulzbach (Taunus) hat honorigerweise als einzige Mannschaft der Nordstaffel von vornherein auf ausländische Verstärkung verzichtet und stattdessen 15 eigene Turner auf die Meldeliste geschrieben. Belohnt wurde diese Courage allerdings bislang nicht: Sieglos trägt die Mannschaft um die Gebrüder Krick die rote Laterne vor sich her, und das darf bei allem Respekt vor der Leistung der Hessen auch zumindest noch einen Wettkampftag lang so bleiben.

 

Hierfür ist allerdings für die Grötzinger Kunstturner eine erheblich bessere Ausführung der bislang präsentierten Schwierigkeiten vonnöten – auch wenn dies ob der o.g. Ausfallerscheinungen voraussichtlich mit dem einen oder anderen unverhofften Einsatz an ungewohnten Geräten verbunden sein wird.  

 

JR