Neujahrsempfang auf dem Grollenberg

 


Liebe Ehrenmitglieder, liebe Mitglieder, verehrte Gäste, liebe Freunde des TSV Grötzingen. Ich begrüße Sie recht herzlich zu unserem NJE 2017.

 

Inzwischen gute Tradition sehen wir diese Veranstaltung als kleines Dankeschön für Aktive, Kurs- und ÜL, Helfer und Sponsoren. Eingeladen sind in diesem Jahr auch unsere Helfer bei der Hallen-Streich-Aktion; davon später mehr.

Ganz besonders  herzlich willkommen heiße ich unsere OV – Frau Karen Eßrich und unseren heutigen musikalischen Begleiter am Tasteninstrument durch die Veranstaltung Steffen Schumacher; bekannt u.a. aus dem Musical „Blues Brothers“ im Kammertheater und als Teil der 15-köpfigen Formation Los Pantolores.

 

2016 wollten wir es nach dem heftigen Jubiläumsjahr veranstaltungsmäßig eigentlich ein klein wenig  ruhiger angehen lassen, aber urteilen Sie selbst.

So findet im Januar  traditionell  unser Neujahrsempfang statt. Im April veranstalten wir die erfreulicherweise sehr gut besuchten Vereinsmeisterschaften in unserer eigenen Halle. Im Juni dann das Sportveranstaltungs-Highlight: der TSV ist drei Tage lang Ausrichter der BW-Kunstturn-meisterschaften der Männer in der EAH. An dieser Stelle noch einmal ein ganz großes DANKE an unsere vielen Helfer, ohne die eine solche Veranstaltung mit über 250 Sportlern und Betreuern sowie fast 600 Zuschauern nicht zu stemmen gewesen wäre.

Ebenfalls im Juni präsentiert sich unsere Turnjugend beim Tag des Ehrenamts auf dem Rathausplatz. Im Gegensatz zu 2015, wo wir wegen enormer Hitze vorzeitig abbrechen mussten, beendet im vergangenen Jahr einsetzender Regen die Veranstaltung vorzeitig. Open air eben. Den finanziellen Überschuss aus den BW-Meisterschaften investiert der Verein in ein Turncamp Anfang September in Cesenattico, Italien. An dem einwöchigen Trainingslager, das sehr guten Anklang findet, nehmen etwa 20 Aktive Jungs und Mädchen, Trainer sowie einige Eltern teil. Ein nachhaltiger Beitrag zur Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls und des gegenseitigen Respekts beim gemeinsamen Training.

 

Dass unsere aus den frühen 60 ern stammende Hallenbeleuchtung nicht mehr den heutigen Ansprüchen gerecht wird, wissen wir schon lange. Aber erst in 2016 sind die Voraussetzungen - Finanzen, Technik und Förderanträge  – so weit, dass wir mit der Umsetzung einer modernen LED Beleuchtung starten können. Teil des indirekten Beleuchtungskonzeptes ist eine lichtreflektierende Hallendecke. Für die aufwändigen Maler-arbeiten hierzu werden im Dezember innerhalb 10 Tagen in vielen Schichteinsätzen von rund 30 Vereins-Mitgliedern mehr als 250 Arbeitsstunden erbracht. Herzlichen Dank allen eifrigen Helfern; der TSV hat durch diese Eigenarbeit richtig Geld eingespart; ein vorliegendes entsprechendes Malerangebot lautet auf ca. EUR 14.000.  Der Einbau der Hallenbeleuchtung selbst wird bis Mitte Februar abgeschlossen sein. Auch alle anderen Funktionsbeleuchtungen sind zwischenzeitlich auf energieeffiziente LED-Technik umgerüstet. Damit sind wir energietechnisch ganz sicher auf dem aktuellen Stand. Übrigens: Dieses Projekt wird mit eigenen Geldern und den Fördermittel der Stadt und des BSB realisiert; es ist keine Fremdfinanzierung erforderlich.

Und noch eine Veranstaltung gibt es vor Jahresende: eine große Weihnachtsfeier unserer Kunstturn-Abteilung. Sportlich-spaßige Darbietungen, ein Weihnachtsmann mit Geschenken und ein Buffet mit mit-gebrachten Köstlichkeiten tragen zu einer rundum gelungenen Feier bei; eine Fortsetzung ist vorgesehen.

 

Wie auch in den vergangenen Jahren bereits verzeichnet der Verein einen ungebrochenen Zulauf zu Sport- und Kursangeboten. Unsere zertifizierten Gesundheitskurse  und das Schwimmangebot für Kinder sind dauerhaft ausgebucht. Allerdings erlaubt unser total ausgelastetes Raumkontingent keine Erweiterung unseres Angebots. Derzeit finden Überlegungen statt, wie wir uns hierzu künftig aufstellen wollen oder besser gesagt müssen, um den steigenden Mitgliederzahlen und Anforderungen gerecht zu werden. Dazu später mehr. Unsere Mitgliederzahlen sind nunmehr bereits im 5. Jahr ansteigend. Zum Jahresende 2016 hatte der TSV 479 Mitglieder, darunter fast die Hälfte  jugendliche Aktive. All dies ist das Ergebnis der außerordentlich engagierten Arbeit unserer Übungs- und Kursleiter – herzlichen Dank hierfür.

 

Eine erst- und hoffentlich einmalige Besonderheit gab es bei der Kooperation mit den Kindergärten; in den Vorjahren immer problemlos über die Stadt Karlsruhe mit 500 EUR gefördert, war 2016 für die KITA Luisenhof kein Geld da – zu viele Förderanträge! Was tun? Gerade für die Kleinen vor der Einschulung hat sich die wöchentliche sportliche Aktivität unter Anleitung unserer Trainer als ausgesprochen sinnvoll erwiesen. Unser Bettelbrief an die Sparkassenförderung ist glücklicherweise erfolgreich; von ihr gibt es 250 EUR sowie weitere 200 von der Kirchengemeinde. Den Rest übernahm der TSV – und so ist die Kooperation für das Schuljahr doch noch gesichert. Möge die Sportförderung der Stadt Karlsruhe unter der Last der gewaltigen Summen für den Stadionneubau künftig die Kleinen – und das meine ich wörtlich – nicht vergessen.

 

Zum Sport in 2016: Bei unseren BL-Turnern ist am Ende der Saison das eingetreten, was wir (realistisch betrachtet) erwarten mussten: Die 2. Bundesliga war nicht zu halten. Trotz einer am Ende solider Mannschaftsleistung  war mit diesem extrem jungen Kader - einfach „nicht mehr drin“. Mit der Verpflichtung des gerade einmal 19-jährigen Adam Steele gelang allerdings ein richtiger Glücksgriff. Der irische Nationalturner präsentierte ganz großes Turnen, und wurde Topscorer der 2. Bundesliga-Süd. Abstieg und Topscorer gleichzeitig - das gab bisher in unserer Vereinsgeschichte auch noch nicht. In den nächsten Monaten wird intensiv an der Weiterentwicklung des eigenen Turnnachwuchses gearbeitet; das Unternehmen Klassenerhalt 2017 hat also bereits begonnen.

 

Aber abseits der BL kann der TSV wiederum zahlreiche Spitzenleistungen vermelden. Wie schon bei den zurückliegenden NJE brauchen wir auch heute einen langen Atem: ich für die umfangreiche Liste mit einer Auswahl der Platzierungen und sie – liebe Gäste - für den Applaus. Sie erinnern sich an das Procedere: wenn ich Luft hole, dürfen Sie klatschen: Beginnen wir mit den höheren Altersklassen:

BaWü-Meisterschaften:  Mehrkampf Senioren  AK 40 – 44 Bad.-Württ. Meister: Lazar Bratan, Vizemeister: Jens Rudat; Deutsche Seniorenmeisterschaften in Radolfzell: Jens Rudat in seiner AK 3. Platz;

Deutsche Hochschulmeisterschaften in Chemnitz: 1. am Balken und 4. beim Sprung:  Maike Roll, die mit der Wettkampfgemeinschaft Karlsruhe auch noch Vizemeister bei den Frauen wird.

 

Im Nachwuchsbereich männlich sieht es ähnlich gut aus  - das zeigen die Ergebnisse bei den Landesbestenkämpfe der Jugendmannschaften: Zwei 1. und zwei 2. Plätze, sowie eine 4. Platzierung  beim Gauentscheid; hier sind alle verfügbaren Altersklassen des TSV – von AK 8 bis  AK 15 am Start; ausschließlich 1. Plätze für alle 3 TSV-Mannschaften gibt es beim Bezirksentscheid, AK 10 – 15; und unsere Mannschaft AK 14/15 belegt den 1. Platz beim Landesfinale.

 

Unsere Mädchen, die jetzt im dritten Jahr bei Wettkämpfen dabei sind, verzeichnen in den Einzelwettbewerben ebenfalls vorzeigbare Erfolge: Maskottchenwettkampf AK 7 -  1. Platz Rosa Schabel ; Gaumeisterschaften Leistungsklasse 4: Jg 2008 und <– 1. Platz Sarah Wenzel, 3. Platz Rosa Schabel Jg 2007/2006 – 1. Platz Stella Jaser; Jg 2002 und > – 1. Platz Joelle Bertsch, 2. Platz Hannah Queißer. Auch mannschaftlich sind die Mädels gut aufgestellt: Mannschaftswettkämpfe Gauliga LK4: Ligagruppe - Platz 2; Leistungsgruppe - Platz 2

 

Unsere Tischtennisjugend hat sich ebenfalls sehr erfolgreich weiterentwickelt. Michael Strack und Henry Duong konnten sich bei den Bezirksmeisterschaften über den Gewinn der Bronzemedaille in der Konkurrenz U15 freuen. Noch besser lief im Ligabetrieb der Tischtenniskreisklasse; hier sicherte sich die Mannschaft des TSV mit ihre besten Saisonleistung die Vizemeisterschaft. Und die Jungs sind erst im 3. Jahr dabei!

 

Herzlichen Dank für diese erfolgreiche Nachwuchsarbeit  an die Verantwortlichen Mihaela Petru, Lazar Bratan, Maike Roll und Eric Cramer sowie ihren Helfern Finnja Weiss, Vincent Kveta und Timo Rothweiler

 

Was erwartet uns im Jahr 2017? Ich habe es bereits angedeutet – wir platzen praktisch aus allen Nähten, was unsere Raumkapazitäten angeht. Eine Erweiterung des Sportangebots angepasst an die steigenden Mitgliederzahlen ist schlichtweg nicht möglich. Heute  z.B. trainieren mehrere Leistungsgruppen gleichzeitig in der Halle. Das ist auf Dauer weder zumutbar, noch zielführend. Was tun? Da in näherer Umgebung nur wenige, zeitlich Raumangebote vorhanden sind, denken wir konkret auch über den Bau einer eigenen  neuen Turnhalle nach. Allerdings müssen wir erst ermitteln ob, und wenn ja, wie ein solches Projekt finanziell vom Verein überhaupt realisiert werden kann. Immerhin tragen wir noch für längere Zeit die Darlehenslasten aus dem kompletten Restaurantumbau 2002, der umfangreichen energetischen Sanierung 2008  sowie den Folgen des Küchenbrands 2011.

Hier fehlt uns eindeutig ein Großsponsor. Wenn also jemand hier im Raum ist – wir würden auch die Halle nach ihm benennen, versprochen!!!! Spaß beiseite – die Suche nach geeigneten Raumangeboten inkl. Überlegungen für eine eigene Halle ist die Herausforderung im laufenden Jahr.

 

Ganz selbstverständlich für 2017 beim TSV ist  - neben der Kontinuität in den Kernsportarten - die Fortführung  des erfolgreichen Kursangebots, die Kooperationen mit den Kindergärten, das offene Angebote für Ältere bei In Schwung sowie die Stärkung des vereinsungebundenen sonntäglichen Lauftreffs.

Wer den TSV kennt, weiß, dass wir bei unseren Veranstaltungen immer ein kleines Unterhaltungsprogramm vorbereitet haben. Soweit Sie Stammgast bei uns sind,  wissen Sie  auch um die humorigen Gedichte und Geschichten, die unser EV Jürgen Kunzmann auch heute im Gepäck hat. Für die musikalischen Umrahmung sorgt heute – ich erwähnte es bereits – Steffen Schumacher am Tasteninstrument.

Für die kommenden Monate wünsche ich Ihnen - trotz  allerlei Unbekanntem und Sonderbaren - eine gute Zeit; und …. bleiben sie optimistisch.

Kofi Annan, ehemaliger Generalsekretär der Vereinten Nationen und Friedensnobelpreisträger bemerkt hierzu: Es gibt Pessimisten und Optimisten; letztlich liegen sie beide falsch, aber der Optimist lebt glücklicher.

In diesem Sinne lade ich sie ein zu guten Gesprächen bei kleinen Köstlichkeiten der Familie Wolf und wünsche Ihnen und uns ein gesundes und erfolgreiches 2017.

 

 BR