Gelungenes TSV-Sportwochenende in der Emil-Arheit-Halle

 

Für den 28./29. Oktober hat der TSV Grötzingen zu einem umfangreichen Sport-Wochenende eingeladen: Vereinsmeisterschaft des Kunstturn-Nachwuchses; Bundesliga-Wettkampf gegen München am Samstag; Volleyballturnier für Freizeitmannschaften und Vereins-Schauturnen am Sonntag. Diese Veranstaltung so zu konzentrieren hat einen gewichtigen Grund: Der ziemlich mühsame Geräteaufbau muss nur einmal getätigt werden.

 

Am Samstagmorgen machen unter Leitung von Trainer Lazar Bratan die Nachwuchsturner den Anfang mit einem altersgemäßen Pflichtwettkampf. Wie bei den Großen kommt es auch hier auf exakte und saubere Ausführung der geforderten Elemente an. Viel Beifall gibt es von den zahlreich erschienenen Eltern und Verwandten. Nach spannendem Kampf stehen mit wenigen Zehntelpunkten Differenz am Ende auf dem Treppchen 1. Pharell Atabong, 2. Bennet Katz, 3. Tonio Dürr.

Auch bei der Leistungsgruppe gibt es nach sechs Pflichtübungen ein ganz knappes Ergebnis mit ca. 61 Punkten: 1. Ervine Atabong, 2. Lilia Atabong, 3. Meo Katz.

Beim dritten Wettbewerb, dem Kür-Sechskampf der Jugendturner, erobern sich bei Abwesenheit von Anton Weis und Vincent Kveta (sie treten am Nachmittag in der 1. Mannschaft gegen München an) die ersten drei Plätze: 1. Julian Bertsch, 2. Neyen Eitan Eder; 3. Willi Max Schabel.

Nach Auswertung der Wettkampfbögen nehmen Abteilungsleiter Frank Roll und Trainer Lazar Bratan die Siegerehrung vor. Neben Urkunden für alle erhalten die jeweils Erstplatzierten noch einen Pokal.

 

Bereits kurze Zeit später - um 16.00 Uhr - beginnt der Wettkampf  in der 3. Bundesliga-Süd gegen den USC München. Dabei gelingt den Turnern des TSV Grötzingen ein wichtiger Schritt Richtung Klassenerhalt. Denn am Ende wird es ein deutlicher Sieg: Mit 49:32 Scorepunkten erteilen die Turner aus der Fächerstadt den bayerischen Gästen klar das Nachsehen. Doch der Reihe nach:

 

Vincent Kveta heimst gleich am Boden vier wichtige Scorepunkte gegen den ehemaligen Grötzinger Turner Mauno Schelb ein, Adam Steel packt weitere fünf dazu. Doch dann ist es aber auch erst mal vorbei mit der Herrlichkeit; das bislang beste Gerät der Gastgeber - das Pauschenpferd - wirkt ausgesprochen bockig und außer einem Ehrentreffer für Jens Rudat gibt es hier keine Punkte. An den Ringen bringt zudem ein taktischer Fehler die Hausherren noch tiefer in die Bredouille: Statt eines möglichen Erfolges wird dieses Gerät unnötig verloren, so dass man mit einem nicht erwarteten Rückstand von 19:21 in die Halbzeitpause geht.

 

Bereits mit den ersten beiden Sprungduellen kann die Führung jedoch zurückerobert werden: Neben dem erneut souveränen Lazar Bratan kann überraschend auch Miro Göttler endlich seine großen Fortschritte an diesem Gerät in zählbare Scorepunkte ummünzen. Nicht zuletzt dank einer Weltklasseübung des irischen Gastturners Adam Steele bringt der Barren die Hausherren endgültig auf die Siegerstraße. Am abschließenden Königsgerät – dem Reck – kann Vincent Kveta zudem im letzten Duell des Wettkampfes von einem Absteiger des Gegners profitieren und noch einmal vier Scorepunkte auf der Habenseite verbuchen.

 

Der gesamte Wettkampf verläuft spannend und wird von den wenigen, aber umso lauteren Karlsruher Turnfans frenetisch bejubelt. Gleichzeitig ausgesprochen harmonisch bleibt er aber dadurch, dass ein extrem schnelles Kampfgericht die Begegnung in gerade mal 2 Stunden (inkl. Pause) reibungslos und zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten über die Bühne bringt – da hat man schon andere Abstiegsduelle erlebt. Damit springt der TSV Grötzingen auf Platz 5 der Tabelle und hat sich das nun folgende wettkampffreie Wochenende redlich verdient.

 

Der zweite Tag des TSV Sportwochenendes startet mit dem traditionellen Volleyballturnier für Freizeitmannschaften. Bedingt durch die beginnenden Herbstferien hatten sich erwartungsgemäß weniger Mannschaften gemeldet, als dies bei diesem äußerst beliebten Sonntags-Turnier bislang üblich war. Davon unabhängig ist die Stimmung unter den rund 35 Teilnehmern prächtig; klar, weniger Mannschaften bedeuten längere Spielzeiten pro Duell – sehr beliebt. Und da immer nur ein einzelnes Match ausgetragen wird, gibt es auch fachkundige, anfeuernde Zuschauer. Die angetretenen vier  Mannschaften absolvieren ab 09:30 Uhr den von Manuela Wohlgemuth aufgestellten Spielplan mit großer Begeisterung, bis dann letztlich gegen 13:30 Uhr das Ergebnis feststeht. Knapp am Podestplatz vorbei die TSV Jedermänner auf dem vierten Platz. Turniersieger – nicht zum ersten Mal – werden die Naturfreunde Karlsruhe vor den TSV Freizeitvolleyballern und dem SC Wettersbach. Unter großem Beifall der Sportler übergibt Manuela Wohlgemuth – herzlich bedankt vom 1. Vorsitzenden Bernd Ruf für die perfekte Organisation -  die Siegerpreise. Natürlich erhält jede teilnehmende Mannschaft einen solchen – bestückt mit Naturalien für den umgehenden Verzehr. Anschließend werden die Energiedepots mit den von der TSV-Küche angebotenen Getränken und Speisen wieder hochgefahren. Im nächsten Jahr treffen wir uns wieder an gleicher Stelle – voraussichtlich mit größerer Teilnehmerzahl.

 

Bereits gegen 14 Uhr füllt sich die Emil Arheit Halle mit einer Menge quirliger Kindern und Ihren Eltern. Das Sportfest des TSV Grötzingen startet zwar erst um 15 Uhr, aber vorher müssen die für die Vorführungen der einzelnen Gruppen eingeplanten Geräte und Hilfsmittel an die richtigen Stellen auf der Sportfläche aufgebaut werden. Und ein wenig „Generalprobe“ ist auch nicht schlecht, schließlich wollen die Trainer und Betreuer möglichst wenig dem Zufall überlassen; zudem kann so auch ein wenig dem Lampenfieber entgegen gearbeitet werden. Pünktlich – kurz nach 15 Uhr – begrüßt der 1. Vorsitzende des TSV Bernd Ruf die Gäste auf der gut gefüllten Zuschauer-Tribüne. Er wird auch durch das abwechslungsreiche Programm führen, das in diesem Jahr ausschließlich von den zahlreichen Jugendlichen dargeboten wird. Zusammen mit ihren Trainern und Übungsleitern präsentieren sie beispielhafte Programmteile aus dem Training oder performen – sehr zur Freude der Zuschauer – speziell für diesen Anlass eingeübte Darbietungen zu fetziger Musik. Das Publikum geht klatschend mit und feuert die jungen Akteure immer wieder an. Insbesondere der „Spaßteil“ unserer Ligaturner auf der Air-Track-Matte mit zahllosen Überschlägen, Schrauben (und ungeplanten Landungen) findet begeisterten Zuspruch. Selbst unser irischer Top-Scorer der gestern gewonnenen Ligabegegnung, Adam Steele, lässt es sich nicht nehmen, mitzuwirken, um dann anschließend – schon etwas verspätet - sehr rasch den Weg zum Flieger nach Karlsruhe-Söllingen anzutreten. Den krönenden Abschluss des Sportfestes bilden Ausschnitte aus dem  Wettkampfprogramm unserer erfolgreichen Mädchen bis 10 Jahre an Boden und Schwebebalken. Danach verabschiedet ein sehr zufriedener Bernd Ruf Akteure und Zuschauer, nicht ohne vorher den Trainern Mihaela Petru, Maike Roll und Lazar Bratan und ihren Helfern sowohl für die alltäglich Trainingsarbeit, als auch für die gezeitigten Erfolge zu danken. Dem abschließenden Aufruf des 1. Vorsitzenden an die Zuschauer, für den Abbau helfende Hände bereitzustellen, folgen viele engagierte Eltern. Deshalb kann auch schon 45 Minuten nach Ende der Veranstaltung die Reinigung der Halle in Angriff genommen werden.

 

Fazit: Das erstmals in dieser Form ausgetragene Sportwochenende des TSV Grötzingen findet – trotz der terminlich ungünstigen Ansetzung während der Herbstferien – sehr viel Anklang. Unerwartet zahlreiche zusätzliche kleine und große Helfer halten die Belastung der planmäßig eingesetzten TSV-Mitglieder in Grenzen.

 

Allen, die mit Vorführungen, Kuchenspenden und persönlichem Einsatz zum Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben, dankt der Vorstand des TSV Grötzingen recht herzlich. 

 

JK / JR / BR