Bericht Turncamp Temeswar (Timisoara, Rumänien) 2017

 


Am 28. Juli 2017 geht’s um 11:25 Uhr vom Airport Frankfurt (Hahn) los in Richtung Temeswar, der Partnerstadt von Karlsruhe. Allein die Anreise in die Eifel dauert länger, als der anstehende Flug nach Rumänien. Mit von der Partie sind 16 Mädels und Jungs aller Altersstufen, Mihaela Petru und Lazar Bratan als Trainer, sowie Eva und Bernd Ruf als Vertreter der Vorstandschaft des TSV. 

Nur eineinhalb Stunden später landen wir in der Kulturmetropole Rumäniens. Sonne, blauer Himmel pur und 39 Grad. Empfang und Abholung durch Lazars Bruder Sebastian, gleichzeitig Vertreter des Globul Sportiv Scolar Nr. 1, ist perfekt organisiert, ein Bus wird uns während des Aufenthaltes zu Verfügung stehen. Die mitgebrachten Gastgeschenke des Freundeskreises/der Stadt Karlsruhe anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerstadt werden übergeben und finden entsprechenden Anklang bei unseren Gastgebern.

 

Im Seminargebäude des Gymnasiums im Dacia-Viertel beziehen Jungs und Mädels ihre Zimmer; hier werden die Nächte verbracht und die Mahlzeiten eingenommen. Zwischen Gymnasium und der 2013 vollständig renovierten und modernisierten Turnhalle liegen nur 10 Fußminuten durch ein Wohngebiet.

 

Erster Eindruck von der Halle: Aber hallo! Alle Turngeräte für Mädchen und Jungs sind vorhanden, meist sogar gleich mehrfach; natürlich inkl. Bodenfläche und Schnitzelgrube. Da lässt es sich perfekt trainieren. 

Und nach den morgendlichen schweißtreibenden Übungen – immerhin herrschen im Haus bis zum Mittag über 35 Grad – geht’s durch die Duschen direkt in die angeschlossene zweite Halle. Aufgemerkt, hier wartet ein Schwimmbad mit 6 x 25 m-Bahnen – exklusiv für die Turncamper! Beste Voraussetzungen also für ein erfolgreiches Turncamp.

Bei den Übungseinheiten, gemeinsam mit britischen und rumänischen Turnern, werden fallweise auch rumänische Trainingsmethoden eingeflochten. Dabei bestehen erkennbare Unterschiede zum gewohnten Training – aber Neues weitet den Blickwinkel.

Anfängliche Sprachhindernisse reduzieren sich beim Turnen an den Geräten deutlich; in sportlicher Manier werden gemeinsame „Challenges“ durchgeführt, bei der einmal die rumänischen Gastgeber, ein andermal die deutschen Jungs die Nase vorn haben. Sogar ein Mini-Fußballturnier findet spontan statt, bei dem - weltmeisterstandesgemäß - der Titel an die Delegation aus Karlsruhe geht. 

Neben den täglichen sportlichen Aktivitäten, die natürlich im Mittelpunkt stehen, gibt es genügend Gelegenheiten, das interessante, inzwischen weitgehend restaurierte Stadtzentrum und seine freundlichen Einwohner näher kennen zu lernen. Bei absolutem Hochsommerwetter ohne Wolken und Temperaturen zwischen 38 und 42 Grad geht’s mal  auch ins Freibad oder in die neue klimatisierte Mall – dem Bega-Shopping-Center. Beim gemeinsamen Bowling werden Treffsicherheit und Ausdauer verglichen. Besonders auch der Grillnachmittag bei den Eltern unseres Trainers Lazar Bratan, der selbst aus Temeswar stammt, trägt zur Verbesserung der Kommunikation mit den rumänischen und britischen Teilnehmern bei.  

Gegen Abend hält man es temperaturmäßig ganz gut in den zahlreichen Fußgängerbereichen der Stadt aus. Und zum Abschluss des Aufenthalts beginnt auch noch das Stadtfest mit prächtiger Illumination, Musik überall und zahllosen Menschen auf Straßen und Plätzen.

 

Mit neuen turnerischen Erkenntnissen, „gestählten“ Körpern und vielen freundlichen Eindrücken aus der Partnerstadt von Karlsruhe hebt der Flieger am Vormittag des 4. August 2017 wieder ab nach Hahn. Eine abwechslungsreiche Woche und ein tolles Turncamp liegt hinter uns – herzlichen Dank an unsere Gastgeber und unsere Trainer.

 

Bernd Ruf