Vereinschronik


1890 - 1900 

14. April 1890 Vereinsgründung Turnverein Grötzingen durch Karl Wilhelm Haas, Ludwig Ruf und andere. Die männliche Jugend turnt im Turngarten des alten Schulhauses und in den Sälen der Gasthäuser. Turnfeste werden mit großem Erfolg besucht. Im Jahr lösen Konservative und Progressive eine Vereinsteilung aus. Die ausscheidenden Mitglieder gründen den Turnverein "Bahnfrei". Die Musterriegen der Vereine erringen in den darauf folgenden Jahren viele Preise bei Turnfesten.

1900 - 1914 

Beide Vereine streben die Anlage eigener Turnplätze an: TV "Bahnfrei" in den Weiher-gärten, der Turnverein Grötzingen am Grollenberg. Die Vereinsabteilungen fächern sich auf. Turnerinnen-, Jugend- und Schüler-abteilungen kommen dazu. Volksturnen, Faust-ball und Rugby werden gepflegt, sogar Gesangs- und Spielmannszüge werden ins Leben gerufen.

1914 - 1918 

Der 1. Weltkrieg legt das Vereinsleben nahezu lahm. Viele Mitglieder beider Vereine kommen nicht mehr aus dem mörderischen Krieg zurück.

1918 - 1933 

Mit Energie und sehr viel Eigenarbeit wird die Vereinsarbeit fortgesetzt: Im Jahr 1924 verwirklicht der TV "Bahnfrei" seinen Traum vom eigenen Vereinsheim in den Weihergärten. Der Turnverein Grötzingen folgt mit seiner Turnhalle am Grollenberg 5 Jahre später. 1933 legt der Turnverein Grötzingen für die 1928 gegründete Handballabteilung einen Sportplatz "Im Hohen Grund" an.

1933 - 1945 

Der TV "Bahnfrei" wird aufgrund seiner Zugehörigkeit zum Arbeiter-Turnerbund von den braunen Machthabern aufgelöst, sein Vermögen beschlagnahmt, Turnhalle und Turnplatz geschlossen. Viele Mitglieder finden Aufnahme beim Turnverein Grötzingen, andere ziehen sich verbittert zurück. Die Handballabteilung des Turnvereins Grötzingen spielt sich bis in die Bezirksklasse vor. Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges erlischt - mit Ausnahme der Jugendabteilungen, wovon eine 1944 sogar Kreismeister wird - jegliche Vereinsarbeit. Nach den Kriegsverlusten ist die Mitgliederanzahl drastisch reduziert. Die Turnhalle am Grollenberg wird schließlich als Lagerhalle genutzt. Alle Vereine werden nach Beendigung des Krieges aufgrund Kontrollrats-Gesetzes für aufgelöst erklärt.

1945 - 1950 

Trotz fehlender Vereinsstruktur treffen sich ehemalige Mitglieder des Turnvereins Grötzingen im Turnerheim und bereits im Sommer 1945 werden die ersten Handball-spiele ausgetragen. Erste Gespräche zwischen Mitgliedern des TV "Bahnfrei" und des Turn-vereins Grötzingen zur Neugründung eines Vereins finden statt. Am 13. Februar 1946 wird im Turnerheim am Grollenberg der TSV Grötzingen 1890 e.V. als Rechtsnachfolger des Turnvereins Grötzingen und des TV "Bahnfrei" ins Leben gerufen. Die Handballabteilung nimmt noch im Gründungsjahr den vollen Spielbetrieb auf. 1949 wird im Rahmen des Wiedergutmachungsabkommens das beschlag-nahmte Vermögen des ehemaligen TV "Bahnfrei" auf den TSV übertragen.

1950 - 1960 

Turnhalle und Gebäude in den Weihergärten werden verkauft; mit sehr umfangreicher Eigenleistung wird 1951 der Erweiterungsbau der Turnhalle auf dem Grollenberg abgeschlossen. In dieser "Mehrzweckhalle" finden auf Jahre hinaus alle größeren Veranstaltungen der Grötzinger Vereine statt. 1955 steigt die Feldhandballmannschaft in die Bezirksklasse auf und ein Jahr später erringt der TSV erstmalig die Kreismeisterschaft im Hallenhandball. Nach Geländeankäufen und -tausch kann 1957 mit Hilfe amerikanischer Pioniereinheiten der Sportplatz "Im Hohen Grund" um eine 333 m - Aschenbahn erweitert werden. Geräte- und Umkleideräume und eine Umzäunung werden errichtet. 1959 und 1960 ist der TSV wiederum Kreismeister im Hallenhandball. Der Verein erweitert sich um eine Leichtathletik- und eine Schützenabteilung; letztere schließt sich allerdings drei Jahre später der Grötzinger Schützengesellschaft an.

1960 - 1970 

Im Jahre 1961 kann die Feuerwehr gerade noch das Abbrennen der Turnhalle verhindern. Ausgehend vom Kantinenraum hat das Feuer bereits die hölzerne Trennwand zur Halle erfasst. Im selben Jahr feiert die 1. Mannschaft die Nordbadische Meisterschaft im Hallenhandball als ihren größten sportlichen Erfolg. In den Jahren 1962, 1964 und 1965 wird jeweils die Kreismeisterschaft errungen. Die Modernisierung der Turnhalle, der Ostanbau mit Lager-, Geräte- und Heizraum, sowie der Südanbau mit Toiletten, Umkleiden und Duschen werden 1965 in wesentlichen Teilen in Eigenarbeit fertig gestellt. 1967 muss die 1. Mannschaft im Feldhandball in die Landesliga absteigen; Spielerabgänge in Feld und Halle haben 1969 weitere Abstiege zur Folge. 1969 erfolgt die Fertigstellung des Hartplatzes hinter der Turnhalle im Rohbau.

1970 - 1980 

Die sportliche Talfahrt der Handballabteilung setzt sich fort. Nach 45-jähriger Handball-geschichte im TSV kommt es - auch wegen der Differenzen um einen Ausbau des Sport-zentrums - 1973 zum Bruch mit der Vorstand-schaft; nahezu alle aktiven Handballer ver-lassen den TSV. Bedeutsam für die finanzielle Zukunft des Vereins gestaltet sich ein Beschluss der Außerordentlichen Mitgliederversammlung im August 1973: Das ehemalige Handballsport-gelände wird zur Wohnbebauung freigegeben und im Eingliederungsvertrag der bisher selbständigen Gemeinde Grötzingen mit der Stadt Karlsruhe als Baugelände ausgewiesen. Im gleichen Jahr wird die Volleyballabteilung gegründet. Nahezu parallel mit dem Abstieg der Handballer beginnt beim TSV ein Aufstieg der Kunstturner unter der Leitung von Sportlehrer Hans Koch. Nach zahlreichen Erfolgen auf Kreis- und Landesebene gelingt den Schülern 1973 die Badische Mannschaftsmeisterschaft und 1974 ein 5. Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Die Erfolge reihen sich aneinander: 1975 qualifizieren sich 5 Turner für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft; 1976 erfolgt der Aufstieg in die Landesliga, 1977 in die Regionalliga Südwest, 1978 dann Aufstieg in die 2. Bundesliga, fünf Badische Meistertitel der Jugend, Reinhard Nagel wird Deutscher Meister im Pferdsprung. Im Jahr 1979 steigt die 1. Mannschaft ungeschlagen in die 1. Bundesliga der Kunstturner auf - der bisherige sportliche Höhepunkt des Vereins. Gleichzeitig wird die Jugendmannschaft Badischer Meister, die 2. Mannschaft qualifiziert sich für die Landesliga. Unter der Regie des TSV wird im selben Jahr der Badische Kunstturntag in der Emil-Arheit-Halle durchgeführt; es folgen weitere - auch international orientierte - hochrangige Kunstturnbegegnungen, die den Namen des Kunstturnzentrums Grötzingen über die Landesgrenzen hinaus bekannt machen.

Ebenfalls im Jahr 1979 trifft die Vereinsführung eine weitreichende Entscheidung: Die vereinseigene Halle wird durch den Einbau einer Schnitzelgrube von einer Veranstaltungshalle für Grötzinger Vereine in eine spezifische Turnhalle umgewandelt. Dennoch können auch weiterhin durch den Einbau einer mobilen Bühne Veranstaltungen durchgeführt werden.  Für die aufwändige Bühnen-konstruktion ist Hans Kurz verantwortlich. Viel Eigenarbeit wird für diesen Umbau geleistet.

1980 - 1990 

Da bewusst auf kostspielige "Einkäufe" von Spitzenturnern verzichtet wird, ist 1980 ein Abstieg der Kunstturner in die 2. Bundesliga unvermeidlich. 1981 wird die Seniorensport-gruppe gegründet, die - neben den eigenen sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten - in den Folgejahren unzählige Arbeitseinsätze bei allen Neubau- und Bauerhaltungs-maßnahmen leistet. Am 1. Juli 1982 schließt der TSV für das ehemalige Handballsportgelände "Im Hohen Grund" einen Erbpachtvertrag mit der Baugesellschaft "Neue Heimat", der dem TSV für die folgenden 99 Jahre regelmäßige Pachteinnahmen sichert. Damit wird ein solider Grundstein für eine dauerhaft zuverlässige Vereinsfinanzierung gelegt. Für die Ausrichtung der Badischen Kunstturnmeisterschaften 1983 erhält der TSV höchstes Lob vom BTB. Im Jahr 1985 veranstaltet der TSV eine sehr erfolgreiche Internationale Kunstturnschau in der Europa-halle. Auslöser war der Besuch einer großen Turner-Delegation von Honved Budapest. Mit dem Erlös aus dem Schauturnen konnte der Verein den Aufenthalt der ungarischen Turner in Grötzingen finanzieren. Danach steigt die 1. Mannschaft aus der 2. Bundesliga ab und löst sich daraufhin auf. 

Umfangreiche Renovierungsarbeiten in der Turnhalle werden durchgeführt; ein neuer Sportboden wird eingebaut. Als freies Sportangebot ohne Vereinsmitgliedschaft startet der TSV seinen Lauftreff. 1987 nimmt nach zweijähriger Pause wieder eine Volleyballmannschaft an der Verbandsrunde teil. Mit einer neuen jungen Mannschaft - wiederum unter der Leitung von Hans Koch - steigen die Kunstturner 1988 in die Landesliga, ein Jahr später wieder in die Verbandsliga auf. Überlegen wird die Jugendmannschaft im Jahr 1989 Badischer Mannschaftsmeister. 

1990 - 2000 

Zu Beginn dieses Jahrzehnts bestimmen gesellschaftliche Ereignisse das Vereinsleben des TSV: im April 1990 wird das 100-jährige Vereinsjubiläum mit Festbankett, buntem Abend und Kunstturnwettkampf begangen; ein Jahr später beteiligt sich der Verein an der Gestaltung der 1000-Jahr Feier Grötzingens. Ebenfalls 1991 werden die Kunstturner Badischer Mannschaftsmeister. In den Jahren danach erreicht die Mannschaft immer wieder gute Plätze in der Regionalliga, turnt sogar mehrfach um den Aufstieg in die 2. Bundesliga mit. 1994 endet die langjährige Tätigkeit von Hans Koch, der das Kunstturnen im Verein über zwei Jahrzehnte bestimmt hat; Corneliu Jänner wird neuer Trainer. Der Anbau eines Gymnastikraumes mit Umkleiden, Duschen, Sanitär- und Funktionsräumen bringt eine Erweiterung des Raumangebots mit sich, sodass 1995 Gesundheitskurse und Tischtennis in das Sportangebot des TSV aufgenommen werden können. 1999 ist in zwei Bereichen ein denkwürdiges Jahr: Jürgen Kunzmann blickt auf 25 Jahren ununterbrochene erfolgreiche Tätigkeit als 1. Vorsitzender des Vereins zurück und die Kunstturner bekommen Gelegenheit eine Saison in der 2. Bundesliga mitzuturnen. Ein kurzes Gastspiel, was aber dazu führt, dass die Kunstturner des TSV zur "Karlsruher Mannschaft des Jahres 2000" gekürt werden.

Lazãr Bratan
Lazãr Bratan

2000 - 2010

Mit umfangreichen Renovierungsarbeiten von Turnhalle, Wohnungen und Geschäftszimmer startet der TSV Grötzingen mit viel Eigenarbeit ins neue Jahrtausend. Bei den Kunstturnern, die im Jahr 2002 wiederum den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffen, steht ein Generationenwechsel ins Haus. Alters- und berufsbedingt stehen bewährte, erfolgreiche Turner bei Wettkämpfen nicht mehr zu Verfügung. Zeitgleich findet auch ein Trainerwechsel statt: Corneliu Jänner übergibt die Aufgabe, den "Nachwuchs" an die Leistungsklasse heranzuführen, an Lazãr Bratan. Hierzu wird der TSV Grötzingen gemeinsam mit dem TSV Berghausen als "TG Grötzingen-Berghausen" an den Start gehen. Unter der Leitung und mit Lazãr Bratan als Turner erringt die Mannschaft in den Folgejahren bei den BW-Meisterschaften bis 2008 über 20 Meistertitel. Ende 2002 wird das völlig umgestaltete und renovierte Vereinslokal "Gaststätte am Grollenberg" eingeweiht. Mit einem Wechsel des Pächters im Vereinslokal klappt im Jahr 2004 auch im kulinarischen Bereich der Aufstieg in die "Spitzenklasse". Der alljährliche Neujahrsempfang bietet ab 2007 dem Verein Gelegenheit, sich bei den vielen internen und externen Helfern und Gönnern mir einem gemütlichen Beisammensein zu bedanken. Im gleichen Jahr startet der TSV sein Engagement für ältere Mitbürger innerhalb der Aktion „In Schwung“. Die Übungsleiter sind dabei vor Ort in Seniorenheimen und ähnlichen Einrichtungen der Gemeinde aktiv. Eine zielorientierte Jugendarbeit ermöglicht der Jugend-B im Jahr 2008 einige Spitzenplätze in der Landesliga zu erreichen. Im Jahr 2008 werden die Weichen gestellt für den Umbau der Vereinsimmobilie  bei Energiesparmaßnahmen und Umweltschutz. Umfassende Gebäudeisolation und eine neue Heizung mit Solarunterstützung sollen die steigenden Energiekosten dauerhaft senken. Ab 2009 geht der TSV Grötzingen bereits im 6. Jahr in der 2. Bundesliga an den Start. Nunmehr mit einer eigenen Mannschaft, da die TG seitens des TSV Berghausen nicht mehr weitergeführt werden konnte.

Lazãr Bratan
Lazãr Bratan

2010 - 2012

In den beiden Jahren bis 2011 werden zahlreiche sportliche Erfolge erzielt; erste Plätze bei Verbandswettkämpfen und im Nachwuchs-bereich belegen die Leistungsfähigkeit unserer Kunstturner sowie die Qualität der Jugendarbeit eindrucksvoll. Im zweiten Quartal 2011 muss der Verein die bislang erfolgreiche Zusammen-arbeit mit dem Pächter des Vereinslokals nach unerfüllbaren Expansionswünschen und mit erheblichen finanziellen Verlusten aufkündigen. Die Gaststätte wird neu verpachtet. Ende des Jahres 2011 fordert ein Küchenbrand in der Vereinsgaststätte ein erhebliches finanzielles Engagement des Vereins bei der Neuaus-stattung der Restaurantküche und weiteren notwendigen Renovierungsarbeiten.

 

Bis ins Jahr 2012 dauern die Folgen aus diesem Ereignis an, die letztlich mit der wirtschaftlich begründeten Kündigung des Pächters enden. Die erfolgreiche Saison der 2. Mannschaft des TSV Grötzingen wird 2012 mit dem Aufstieg in die Landesliga belohnt. Einen bemerkens-werten persönlichen Erfolg verzeichnet unser Trainer Lazãr Bratan, der 2012 Deutscher Meister bei den Senioren wird. Neben diesem Erfolg gibt es allerdings auch einen Einschnitt in sportlicher Sicht. Nach zehn Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga muss die 1. Mannschaft nach einer von zahlreichen Verletzungen geprägten Saison den Gang in die 3. Liga antreten.

 

2013 gestaltet sich wirtschaftlich schwierig. Erhebliche finanzielle Rückstände aus den vergangenen Pachtverhältnissen müssen juristisch aufgearbeitet werden. Parallel dazu werden größere Finanzmittel zur Weiterführung der energetischen Sanierung der Immobile eingesetzt. Erfreulicherweise hat das Vereinslokal ab April wieder einen neuen Pächter, der vermutlich über einen längeren Zeitraum das beschädigte Image des Restaurants aufbessern muss. Sehr kurzfristig springt der TSV im März 2013 als Veranstalter für das BTB Ligafinale Männer ein. Eine gelungene Veranstaltung mit über 450 Sportlern, Betreuern und Offiziellen sowie rund 500 Zuschauern in der Emil-Arheit-Halle. Nach einer sehr erfolgreichen Saison in der 3. Liga wird die direkte Rückkehr in die 2. Bundesliga nur knapp und unglücklich verfehlt. Dennoch ergibt sich nach dem Rückzug von mehreren Vereinen aus dem Wettkampfbetrieb die Chance für unsere erste Mannschaft, doch in der 2. Liga anzutreten. Unser 2. Mannschaft behauptet ihre Position in der Landesliga und die erfolgreiche Jugendarbeit unseres Trainers Lazãr Bratan wird durch zahlreiche Siege und Podestplätze bei den Bestenkämpfen belohnt. Und auch 2013 wird Lazãr Bratan erneut Deutscher Meister bei den Senioren.

 

2014 verteidigt die 1. Mannschaft trotz verletzungsbedingter Ausfälle mit einer „Altherrenriege“ den Platz in der 2. Bundesliga. Maike Roll wird Deutsche Vizemeisterin am Balken und Lazãr Bratan – wer auch sonst – Deutscher Seniorenmeister. Zusammen mit dem TV Gondelsheim richtet der TSV die Badischen Juniorenmeisterschaften im Kunstturnen der Mädchen aus. Im Rahmen der neu eingerichteten TSV-Turnschule wird die Kunstturnabteilung unter der Leitung von Mihaela Petru um Nachwuchs- und Leistungsgruppen Mädchen erweitert. Die energetische Sanierung der Vereinsimmobilie wird durch die Dämmung der Hallendecke konsequent fortgesetzt. Und erstmals beschäftigt der TSV einen Mitarbeiter im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD). 

 

2015 ist nicht nur für Karlsruhe ein Festjahr; der TSV feiert sein 125 jähriges Gründungsjubiläum mit Neujahrsempfang, Volleyballturnier, Vereinsmeisterschaften und einem großen Sportfest zum Abschluss des Jubiläumsjahrs. Highlight aber ist der Festabend in der Begegnungsstätte mit über 200 Gästen. Daneben eröffneten wir im Sommer 2015 einer kompletten Freizeit- Volleyballmannschaft (bisher in Aue aktiv) eine neue sportliche Heimat. Unsere Bundesliga-Mannschaft absolviert eine Gastsaison in der Turnhalle in Rintheim, da die heimische Emil-Arheit-Halle wegen Renovierungsarbeiten nicht beturnbar ist. Spannende Wettkämpfe kennzeichnen die Saison, die auf einem mittleren Tabellenplatz endet. Jens Rudat und Lazar Bratan werden Deutsche Seniorenmeister in ihren Altersklas-sen. Neben den erfolgreichen Mannschaften der männlichen Nachwuchsturner verzeichnen nun auch die Mädchen ihre ersten Erfolge: Platz 1 beim Mannschaftsendkampf in der Gauliga und zahlreiche Spitzenplätze bei den Einzelwettbewerben. Die konsequente Nachwuchsarbeit zahlt sich aus. 

Unsere energetische Gebäudesanierung findet ihren vorläufigen Abschluss in der Dämmung der obersten Geschossdecke des Wohnhauses. Die Vereinsgaststätte ist zwischenzeitlich gut besuchter Bestandteil der Grötzinger Gastronomie.

Gesamtvorstand 2015
Gesamtvorstand 2015
1. Vorsitzender Bernd Ruf beim Festabend
1. Vorsitzender Bernd Ruf beim Festabend

2016 ist der TSV Im Juni drei Tage lang Ausrichter der Baden-Württembergischen Kunstturnmeister-schaften der Männer in der EAH,  einer Veranstaltung mit über 250 Sportlern und Betreuern sowie fast 600 Zuschauern. Den finanziellen Überschuss aus dieser Veranstaltung investiert der Verein in ein einwöchiges Trainingslager in Italien, an dem etwa 20 Aktive teilnehmen. Noch vor dem Jahres-wechsel beginnen wir mit sehr viel Eigenarbeit die Installation einer neuen LED-Hallenbeleuchtung. Auch alle anderen Funktionsbeleuchtungen werden auf LED umgerüstet; eine nachhaltige Investition in Energieeffizienz. Die Mitgliederzahlen steigen weiter; unsere Sportflächen sind kaum noch ausreichend; mittelfristig müssen wir uns hierzu neu aufstellen. Bei unseren BL-Turnern ist am Ende der Saison das eingetreten, was wir (realistisch betrachtet) erwarten mussten: Die 2. Bundesliga ist nicht zu halten. Trotz solider Mannschaftsleistung  ist mit dem extrem jungen Kader einfach „nicht mehr drin“. Bei den Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaften belegen Lazãr Bratan und Jens Rudat die ersten beiden Plätze. Maike Roll wird am Balken Deutsche Hochschulmeisterin. Der Nachwuchsbereich männlich verzeichnet bei den Mannschaften fast ausschließlich 1. Plätze vom Gauentscheid bis zum Landesfinale. Die Turnmädchen holen sich ebenfalls Spitzenplätze in ihren Leistungsstufen. Unsere Tischtennisjugend beendet die Kreisklassensaison mit ihrer besten Saisonleistung als Vizemeister.