2024
Wichtiges Ereignis: Der 1. Vorsitzende Bernd Ruf legt – wie geplant und bereits vor zwei Jahren angekündigt – nach 20 Jahren Verantwortung an der Spitze des Vereins sein Amt nieder. Gleichzeitig scheiden auch weitere Vorstandsmitglieder mit ähnlich langen Zeiten in der Vereinsverantwortung aus dem Vorstand aus.
In der ordentlichen Mitgliederversammlung am 15. März kann aufgrund fehlender Bewerbungen kein neuer Vorstand gewählt werden. Erst in der darauffolgenden außerordentlichen Mitgliederversammlung am 03.05.2025 mit dem einzigen Tagesordnungspunkt „Vorstandwahlen“ werden alle Vorstandsämter neu besetzt.
Auf Wunsch des neuen Vorstands begleitet Bernd Ruf als Geschäftsführer die erforderliche Transferphase für die kommenden zwei Jahre.

Im Verlauf des Jahres werden – insbesondere im Kunstturnbereich – umfang-reiche Neu- und Ersatz-anschaffungen fällig. Große Mattensätze, ein neuer Männerbarren, Schwebebalken und zahlreiche Kleingeräte werden beschafft und in Betrieb genommen.
Die technischen Probleme bei der im vergangenen Jahr eingebauten Steckreckanlage beschäftigen den Verein und die Herstellerfirma über den gesamten Jahresverlauf. Alle durch die Firma vorgenommenen Modifikationen an der Konstruktion bringen keine wesentliche Verbesserung. Anstatt unseren Leistungsturnen zusätzliche Trainingsmöglichkeiten bereitzustellen, eignet sich die Anlage aufgrund ungelöster Stabilitätsmängel lediglich zum eingeschränkten Einsatz im Jugend- und Kinderbereich.


Ungeachtet dieser unerfreulichen Entwicklung in unserer Turnhalle gibt es im Bereich der Turnwettbewerbe tolle Leistungen. Im Mittelpunkt stehen – völlig zurecht – die glänzenden Ergebnisse unserer Turnerinnen. So verzeichnen diese sowohl bei den Einzelwett-kämpfen, als auch als Mannschaft in der Bezirksklasse und be-sonders bei den Gaumeisterschaften reichlich Podestplätze, darunter fünfmal den ersten Platz.
Die zahlreichen Angebote im Allgemeinen Turnen sind weiterhin sehr gut besucht. Allerdings verzeichnen wir hier mehr und mehr Engpasse bei der Verpflichtung von Übungsleitern. Durch Schule und Studium bedingt sind hier aktuell kaum noch Reserven mehr zu rekrutieren.

Im Tischtennis setzt sich der Aufwärtstrend bei den Teilnehmerzahlen fort. Zwischenzeitlich spielen die Jugendlichen in einer Spielgemeinschaft mit der TS Durlach in der Kreisliga und trainieren auch gemeinsam.
Die Saison in der 3. Bundesliga Süd der DTL wird mit jungen Turnern aus der eigenen Jugend bestritten. Ohne ausländische Turner und mit wenigen Einsätzen von Gastturnern (Studenten und umliegende Vereine der KRK) wird mit dem 7. Platz der Klassenerhalt erreicht.


Fast schon gesetzt wird Lazar Bratan bei den Deutschen Meisterschafften der Senioren zum wiederholten Mal Deutscher Meister in seiner Altersklasse. Daneben belegt der TSV auch noch drei weitere Plätze unter den TOP 10.
Ebenfalls abräumen kann der TSV bei den Badischen Seniorenmeisterschaften/Badencup. Hier werden Badische Meister: Britta Franz und Lazar Bratan, Badische Vizemeister: Jens Rudat und Jens Franz. Einen 3. Platz gibt es für Ingo Schneider.

Und noch eine tolle Leistung: Mit vier Grötzinger Teilnehmern (von 5 in der badischen Mannschaft) wird der Deutschlandpokal der Senioren beim Landesturnfest Ravensburg für den Badischen Turnerbund gewonnen.
Als gelungene Veranstaltung ist das Herbstsportfest in eigenen Hallen zu sehen, das zahlreiche Besucher auf den Grollenberg führt. Training, Vorführungen und Mitmachaktionen werden begeistert angenommen.

Noch ein Highlight gibt es im Sommer: Unsere beiden ersten Mannschaften Kunstturnen weiblich männlich verbringen eine Woche im Trainingslager in Spanien.
2023
Das Jahr steht im Zeichen von Veränderungen in der Turnhalle. Das Hallenlayout wird neu gestaltet, um eine zusätzliche Doppel-Reck-Anlage integrieren zu können. Zusammen mit den Fundamentarbeiten zur Aufnahme der Reckhülsen erhält auch der Sprungtisch eine neue Betonverankerung. Damit gehört das „Wandern“ des Tisches der Vergangenheit an.
Auf dem Dach der Turnhalle muss einmal mehr der Moosbelag durch eine Dachdeckerfirma entfernt werden. Auch das Gelände erfährt einen umfassenden Grünschnitt und einige nicht mehr standfeste Bäume müssen gefällt werden. So idyllisch unsere Lage Am Grollenberg auch ist – die Natur fordert ihren Tribut.

Unsere Mitgliederanzahl entwickelt sich prächtig, mehr als 10% Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. Daneben nutzen zusätzlich ca. 170 Nichtmitglieder unsere 15 Kursangebote.
Um die enorm gestiegenen Heizölkosten abfangen zu können, erfolgt ein spezieller Spendenaufruf an die Vereinsmitglieder. Erfreulicherweise können mit dem Ergebnis fast 50% der Mehrkosten abgedeckt werden. Dank an alle Spender.
Unser allgemeines Sportangebot für Kinder und Jugendliche erfährt einen großen Zuspruch. In einigen Gruppen müssen wir Wartelisten einrichten, denn mit mehr als 140 Aktiven sind die Kapazitäten nahezu ausgelastet.

Aber auch die sportlichen Möglichkeiten für Erwachsene erfreuen sich wachsenden Zuspruchs: in Erwachsenen- und Studententurnen, bei verschiedenen Gymnastikgruppen, Volleyball und Tischtennis sind mehr als 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer regelmäßig aktiv.
Der weitere Ausbau der Turnhalle nimmt greifbare Formen an: Umfangreiche Fundamentarbeiten für die Befestigung des des Sprungtisches und beonders für eine neue doppelte Steckreckanlage erfolgen im Sommer. Gleichzeitig müssen aus Platzgründen auch Teile der alten Wandverkleidung entfernt werden, um ausreichend Platz für die Geräte im neuen Hallenlayout zu schaffen.
Die Steckreckanlage wird im September angeliefert und eingebaut. Allerdings ist eine Nutzung, wie vorgesehen, aus technischen Gründen erst einmal nicht möglich. Konstruktive Ungenauigkeiten und unerwartete Materialfehler bremsen den Trainingseifer völlig aus. Hier muss in größerem Umfang nachgebessert werden.
Unsere Turnschule besuchen in diesem Jahr 45 Mädchen und 35 Jungen. Mit Fleiß, Durchhaltevermögen und viel Motivation werden bei Wettkämpfen vorzeigbare Erfolge erzielt: Nachwuchsgruppe männlich , 2. Platz beim Gauentscheid 2023 und Platz 3 in der Abschluss Tabelle der Landesliga Nord.
Insbesondere die Erfolge weiblich sind vorzeigbar. Gaueinzelmeisterschaften LK 4 Jg. 2014 und jünger: Belegung der ersten 5 Plätze im Mehrkampf; zusätzlich 9 Medaillen an Einzelgeräten; LK 4 Jg. 2013/2012: 3 Medaillenplätze; LK3 Jg. 2011 und älter: 5 Meidallenplätze mit 10 Teilnehmerinnen. Dank gilt den Trainer/innen sowie den Übungsleiter/innen mit ihren Helfer/innen.
Bei unserer 1. Mannschaft Kunstturnen gibt es Veränderungen: Nach dem Abgang von fünf Turnern aus der Mannschaft aus dem letzten Jahr müssen 16 von 24 Übungen ersetzt werden. Um die Routiniers Lazar Bratan und Jens Rudat wird die Mannschaft mit jungen Turnern aus der eigenen Jugend sowie sporadischen Einsätzen von Gastturnern (Studenten, Adam Steele IRL) ergänzt. Nach einer Bilanz von einem gewonnenen und 6 verlorenen Wettkämpfen steht am Ende der 7. Platz und der Klassenerhalt in der 3. Bundesliga Süd zu Buche.

Oldies but Goodys: Bei den Badischen Seniorenmeisterschaften/Badencup erringen TSV-Turnerinnen und Turner 6 Podestplätze. Und – fast schon wie immer – werden Lazar Bratan Deutscher Seniorenmeister und Ingo Schneider Vizemeister.
Highlight für unsere Bundesligaturner war die Einladung zur ROMGYM-Trophy in Bukarest, einem internationalen Turnwettkampf (FIG) mit Olympiasiegern und Weltmeistern.
Zum Jahresende trennen sich der TSV und sein Cheftrainer Fynn Aleshnikov einvernehmlich. Die unterschiedlichen Auffassungen zwischen Vereinsführung und Trainer zu den sportlichen Zielen und zum Trainingsbetrieb ließen sich im Verlauf des Jahres nicht zur Deckung bringen.
2022

Mit Ende der Sommerferien gibt Lazar Bratan nach rund 20 Jahren seinen Cheftrainerposten im Kunstturnen und die Funktion als Sportwart beim TSV Grötzingen auf. Er wird seine Arbeit im Ligabereich im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten fortsetzen. In der Folge benennt der Vorstand Maike Tritsch und Julian Bertsch zum Sportwartteam. Zeitgleich stellt der TSV Grötzingen Fynn Aleshnikov als neuen Cheftrainer für das Kunstturnen vor.
Unser langjähriger Abteilungsleiter Kunstturnen, Frank Roll, zieht sich aus der Vorstandsarbeit zurück.
Auch bei unserer Jugendvertretung ergeben sich Änderungen: Zuletzt durch Finnja Weiss repräsentiert, wird die Funktion nach Neuwahlen neu besetzt: Künftig werden Björn Brücher und Christiana Bratzler die Interessen unserer mehr als 200 jugendlichen Mitglieder im Vorstand vertreten.

Eine gewichtige Änderung:
Durch die Nutzung der neuen Sporthalle kann nun die alte Halle endgültig zur reinen Turnhalle mit feststehenden Geräten umgerüstet werden. In diesem Zusammen-hang erfolgt Mitte des Jahres bereits die Teilsanierung der Schnitzelgrube. Da nun keine Geräte mehr weggeräumt werden müssen, erhalten die bisherigen Geräteräume eine neue Nutzung.
Im Oktober beginnt der Ausbau als „kleine Turnhalle“ mit diversen Turngeräten und einem „Fitness-Bereich“ für das Krafttraining der Kunstturnerinnen und Kunstturner.
Das Trainerzimmer – das ist das ehemalige Bühnen- und Stuhllager – wird bis zum Jahresende in Eigenarbeit errichtet.
Natürlich beschäftigt uns in diesem Jahr immer noch Corona, glücklicherweise deutlich weniger, als im zurückliegenden Jahr. Nach Aufhebung der Beschränkungen zum 1. April kommt dann rasch wieder der normale Übungsbetrieb in Gang.
Auch die Turnsaison der Männer findet tatsächlich statt und unsere Mannschaft beendet die Wettkämpfe – ohne ausländische Unterstützung – in der 3. Bundeliga Süd auf einem ungefährdeten 5. Platz.

Wichtigstes Ereignis: Der TSV Grötzingen kann im Beisein zahlreicher geladener Gäste den Hallen-Neubau offiziell eröffnen. Parallel dazu veranstalten unsere Aktiven ein richtig großes Sportfest in allen Räumen.
2021
Coronabedingt geht sportlich erst mal (fast) nichts mehr. Die Sportler trainieren im Notbetrieb, sind aber alle dabei. Die Landesliga männlich im Frühjahr wird kurzfristig abgesagt und im Kunstturnen weiblich finden 2021 überhaupt keine Wettkämpfe statt. Nur die (Profi-) Ligamannschaft darf als einzige ohne spezielle Vorgaben trainieren.
In coronakonformer Eigenarbeit werden bisherige Abstellräume geräumt und entrümpelt. Damit wird die Voraussetzung zum Ausbau neuer Sanitärräume für unsere weiblichen Mitglieder geschaffen. Während der TSV früher eine fast männliche Angelegenheit war, beträgt heute der weibliche Anteil unserer Mitglieder 50% – höchste Zeit, dem auch Rechnung zu tragen.
Materialmangel und Mitarbeiterausfall bremsen allerdings unseren Tatendrang.
Gleichzeitig wird das in die Jahre gekommene Wasserleitungsnetz saniert und die Sanitäranlagen auf Effizienz getrimmt. „Wassersparende“ Duschpaneele, automatisch abschaltende Zapfhähne und einiges mehr kommt zum Einsatz.

Ab März 2021 beherbergen wir Gruppen des TTM (Taekwondo Trainings-zentrum Mittelbaden), die wegen der umfassenden Sanierung der Europahalle ihre „Trainingsheimat“ verloren haben.
Coronabedingt werden drei runde Geburtstage in der Er & Sie-Gruppe des TSV Grötzingen Ende August 2021 nachgefeiert. Anstatt individueller Geschenke sammeln die Jubilare einen Geldbetrag für den Turn- und Sportverein Ahrweiler. Wir überweisen EUR 1.000 direkt auf das Fluthilfekonto des Vereins. Motto: TSV Grötzingen hilft TSV Ahrweiler.

Zwischenzeitlich verabschieden wir uns von der tonnenschweren Bühnenkonstruktion über der Schnitzelgrube und reduzieren die Anzahl der Stühle aus der Zeit, in der beim TSV alle Feste Grötzinger Vereine stattfanden.
Gab´s denn noch etwas außer Corona? Natürlich; die 1. Mannschaft unserer Kunstturner hat den Klassenerhalt in der 3. Bundesliga geschafft.
Neue Übungsleiter/innen über-nahmen ihre Gruppen nach den Sommerferien.
2020
Das Jahr startet durchaus positiv; mit der Abnahme des neuen Hallengebäudes beginnt jetzt endlich der Innenausbau und die Installation der Technik.
Nach nur zwei Wettkämpfen in der Landesliga männlich wird im März die Saison wegen des Ausbruchs der Corona-Epidemie vorzeitig abgebrochen. Bei den Mädchen endet die Saison bereits, bevor sie begonnen hat – alle Aktivitäten sind abgesagt. Am 13. März muss dann der komplette Sportbetrieb eingestellt werden – alle TSV-Sportanlagen sind zu schließen.

Was machen unsere Aktiven in der Zeit? Homeoffice, Homeschooling, Homework sowieso – warum also nicht auch Hometraining?
Die Trainer/innen und Übungs-leiter/innen beim TSV Grötzingen tun jedenfalls ihr Möglichstes durch ein Online-Angebot, um mit ihren Schützlingen nicht bei null anfangen zu müssen, wenn irgendwann der eigentliche Turnbetrieb wieder losgeht.
Nach Pfingsten ist ein eingeschränkter Sportbetrieb in der eigenen Turnhalle wieder möglich. Verstärkt wird die Möglichkeit genutzt, im Freien Sport zu treiben. Der große Parkplatz mutiert zum eigentlichen TSV-Sportzentrum; Kurse und Allgemeinsport werden ins Freie verlegt – und der Wettergott meint es im Sommer überwiegend gut mit den Sporttreibenden.
Bis in den Herbst hinein bleibt für alle „Nicht-Turner“ Outdoor-Sport Mittelpunkt ihrer Betätigung. Unser Hygi-Team passt das Hygienekonzept – gefühlt mehrmals monatlich – an die wechselnden Vorgaben an. Lüftungskonzepte für die Hallen werden erarbeitet, Messgeräte und Unmengen an Desinfektionsmitteln sind beschafft – hierbei werden wir von unserem Sponsor, der Löwenapotheke in Durlach in großzügiger Weise unterstützt – herzlichen Dank.

Für den Ersatz unserer stark in die Jahre gekommene Tumblingbahn wird eine „Crowd-Funding-Actinon“ zusammen mit der Volksbank Karlsruhe gestartet. Ein voller Erfolg – innerhalb weniger Wochen ist das gesteckte Ziel von EUR 3.500 erreicht. Und bereits kurz vor Jahresende trifft dieses neue Sportgerät auf dem Grollenberg ein.
Am 02. November dann wird aber der Sportbetrieb wieder heruntergefahren. Das Online-Training wird wieder intensiviert; Einzeltraining für die Sportler der Leistungsgruppen angeboten. Nur die Bundesligamannschaft darf noch komplett trainieren, da sie in BaWü unter Profisport eingeordnet wird.
Doch auch dieser Plan wird durchkreuzt: Die DTL stellt nach zwei unter strengen Hygienebedingungen durchgeführten Bundesliga-Wettkämpfen die Wettkampfsaison ein und annulliert die bisher erreichten Ergebnisse – also alles wieder auf Null. Und im Dezember ist dann komplett Schluss mit allem.

Ach ja, die neue Sporthalle ist zwischenzeitlich „betriebs- und spielbereit“ – das hat keiner so richtig mitbekommen. Lediglich die TT-Spieler und einige Allgemeinsportgruppen konnten die eine oder andere Trainingseinheit hier bereits durchführen.
Noch ohne Basketballanlage, aber das stört überhaupt nicht. Wichtig ist nur, dass Sport überhaupt wieder praktiziert werden kann!
2019
Zur Unterstützung der Neubau-Finanzierung wird im März das „Hallenpaten-Programm“ auf den Weg gebracht. Interessierte können mit einer Spende die „Patenschaft“ für einen oder mehrere Quadratmeter des Hallenneubaus übernehmen – die Aktion startet mit gutem Zuspruch. Mitglieder und ortsansässige Unternehmen werden mit einer Mail-Aktion auf das Programm hingewiesen. Ziel sind „Patenschaften“ für 50% der Fläche; das entspräche einer Summe von EUR 15.000.
Weiterhin laufen im ersten Quartal die vorbereitenden Arbeiten zum Baustart der neuen Halle. Bei der Jahreshauptversammlung im März kann das „Bau-Team“ Uli Torka und Bernd Ruf den Mitgliedern bereits erste Details zur Gestaltung und zu den erwartenden Kosten vorlegen. Im Mai ist es dann soweit; der Rote Punkt hängt auf der Baustelle. Doch durch den unerwarteten Zeitverzug stehen natürlich nicht alle Gewerke unmittelbar zu Verfügung. So dauert es noch zwei weitere Monate, bis die 44 t-Tieflader mit den Hallenbauteilen auf der engen Straße den Grollenberg hochschleichen und die Stahlkonstruktion vor Ort bringen.

Parallel zu den Bauarbeiten läuft weiterhin die Suche nach einem Gaststättenpächter. Ab Oktober übernimmt Dimitrios Zamzaras das Lokal und bietet unter dem Namen Ev Zin (Gutes Essen = Gutes Leben) griechische Küche an.
Beim Kunstturnen männlich wird die 2. Herrenmannschaft in der Landesliga Nord Vierter.
Im sportlichen Bereich werden beim Mädchenturnen wieder erfreuliche Ergebnisse erzielt: Bei den Gauligawettkämpfen belegen unsere jüngsten Mädchen Plätze zwischen 1 und 6 und die Mannschaft erreicht in der Abschlusstabelle der Bezirksliga einen guten 6. Platz.
Die Tischtennisgruppe weitet ihr Trainingsprogramm weiter aus, soweit die bei den eingeschränkten Raumkapazitäten noch möglich ist – alle warten auf die Fertigstellung der neuen Halle. Die Liga-Mannschaft kann Nachwuchs aus den eigenen Reihen übernehmen und mit Janne Brunk gewinnt ein TSV-Aktiver die Bezirksmeisterschaften 2019. Mit dem zwischenzeitlich traditionellen Herbstsportfest in der Emil-Arheit-Halle klingt das Jahr aus.

2018
Die Vorbereitungen und Aktivitäten zum Hallenneubau bestimmen bereits ab Januar das außersportliche Geschehen beim TSV. Bieterverfahren mit Grundstücksverkauf, Abschluss der Bauplanung, Baugenehmigungsverfahren, Gespräche mit dem Architekten und potentiellen Unternehmen am Bau stehen beständig auf der Tagesordnung. Bereits anlässlich der regulären Jahreshauptversammlung können Einzelheiten zur neuen Halle präsentiert werden.
Durch das vergrößerte Raumangebot ergeben sich völlig neue Möglichkeiten bei der künftigen Gestaltung der Sportangebote. All dies wird in den verschiedenen Sportgruppen bereits diskutiert und vorbereitend geplant. Leider verzögert sich die Baugenehmigung unerwartet lange; aus den vorgesehenen drei bis vier Monaten werden letztlich zehn, sodass der vorgesehene Baubeginn auf 2019 verschoben werden muss. Also keine Weihnachtsfeier in der neuen Halle.

Einen weiteren Rückschlag gilt es zu bewältigen; der Pächter unserer Vereinsgaststätte meldet in der Jahresmitte Insolvenz an, das „Restaurant am Grollenberg“ wird nach fünf Jahren Gastronomiebetrieb wieder geschlossen; die erneute Suche nach einem Nachfolger beginnt.
Die Umsetzung der Daten-schutzgrundverordnung stellt einen mittelgroßen Verein mit ehrenamtlicher Vereinsführung, wie den TSV Grötzingen, vor umfangreiche administrative Aufgaben. Es bestätigt sich einmal mehr die Entwicklung der letzten Jahre: Die Fülle an Vorschriften, Verordnungen und behördlichen Anforderungen nimmt zwischenzeitlich den größten Teil der Vorstandsarbeit ein; die sportlichen Aspekte drohen in den Hintergrund gedrängt zu werden.
Doch es gibt auch positive Nachrichten: Erstmals in der Geschichte des TSV Grötzingen wählt eine Jugendversammlung ihre Jugendvertreter in den Vorstand. Damit werden die Belange der Jugendlichen, die rund die Hälfte unserer Mitglieder ausmachen, unmittelbar im Vorstand vertreten.
Auch im sportlichen Bereich gibt es erfreuliche Entwicklungen. Insbesondere bei den Mädchen zeigt die Leistungskurve stetig nach oben. Zwischenzeitlich treten unsere jungen Damen sowohl bei Gauwettkämpfen als auch in der Regioklasse bei Wettkämpfen an. In dieser erreichen sie unter 10 Mannschaften aus Karlsruher Turngau, Kraichturngau Bruchsal und Turngau Pforzheim-Enz den 2. Platz in der Abschlusstabelle. Im Relegationswettkampf wird der Aufstieg in die Bezirksklasse perfekt gemacht.
Maike Roll wird mit der KIT-Mannschaft Deutsche- Hochschulmeisterin sowie 3. im Mehrkampf und am Balken; Platz 4 bzw. 5 an Stufenbarren und Boden runden das Ergebnis ab. Das Herrenteam des KIT turnt mit Platz 4 denkbar knapp am Treppchen vorbei; Team-Nestor Lazar Bratan fehlen im Sprungfinale nur 2 Zehntelpunkte zur Bronzemedaille – in einem im Schnitt um 20 Jahre jüngeren Wettkämpferfeld. Jens Rudat belegt mit der zweiten Mannschaft des KIT Platz 2 im ADH-Cup und steuert die beste Pferdwertung der Konkurrenz bei.
Erfreulich viele junge Turnerinnen und Turner bilden sich in diesem Jahr weiter, sodass der TSV zwischenzeitlich über vier Kampfrichterinnen und 6 Kampfrichter verfügt; unverzichtbare Voraussetzung, um ohne Geldstrafe am Wettkampfbetrieb teilnehmen zu können.

Unsere sehr junge männliche Bundesligamannschaft sichert den Klassenerhalt mit einem erfreulichen 4. Platz in der Abschlusstabelle. Die Debuts der Nachwuchsturner Julian Bertsch (19) und Neyén Eder (16) lassen ebenso für die weitere sportliche Zukunft hoffen wie die erhebliche Leistungssteigerung von Anton Weiss (19). Die zweite – noch jüngere Mannschaft – steigt in die Landesliga auf.
Bei den Landesbestenkämpfen heimsen unsere Turner und Mannschaften überall, wo sie antreten, erste Plätze bei Gau- und Bezirksentscheiden ein. Auch dies eine eindrucksvolle Bestätigung erfolgreicher Trainingsarbeit.
Unsere „Senioren“ schlagen auch wieder zu: Lazar Bratan wird Badischer Meister im Mehrkampf. Bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften belegt er in seiner Altersklasse den 2. Platz, Jens Rudat wird Dritter.
Außerhalb des Kunstturnens passiert ebenfalls einiges: Im Tischtennis wird eine Herrenmannschaft aus der Taufe gehoben, die in der Kreisklasse D antritt.
Die jugendlichen Schwimmer bekommen zwei neue Trainer mit Wettkampferfahrung und beim Kinderturnen ist der Andrang so groß, dass zwischenzeitlich mit Wartelisten organisiert werden muss.
Sportlich also ein sehr gutes Jahr. Dank an alle Trainer/-innen und Übungsleiter/-innen – bzw. ganz genderneutral – Trainierenden und Übungsleitenden.
2017
Endlich vollendet der TSV die neue LED-Hallenbeleuchtung, die mit Bezuschussung von Stadt und BSB und Dank erheblicher Eigenarbeit engagierter Mitglieder ohne Darlehensaufnahme realisiert werden kann.
Die Wettkämpfe der 3. Bundesliga-Süd werden in diesem Jahr zweigeteilt ausgetragen, im Mai/Juni und im Oktober. Verstärkt werden neben den älteren Turnern junge Talente in die Mannschaft integriert. Nach spannenden Wettkämpfen wird, wirkungsvoll unterstützt vom irischen Gastturner Adam Steele, ein guter 5. Platz erreicht.

Ende Juli reisen 16 Turnerinnen und Turner, begleitet von den beiden Trainern und zwei Vorstandsmitgliedern, zu einem internationalen Turncamp in die Karlsruher Partnerstadt Temeswar in Rumänien.
Im Oktober ist der TSV Ausrichter der Badischen Meisterschaften der Schüler und Jugendturner. Zwei Wochen später findet das Herbstsportfest des TSV mit Vereinsmeisterschaften, Volleyball-turnier für Freizeitmannschaften und Vereinsschauturnen statt.
Auch abseits der Bundesliga verzeichnet der TSV zahlreiche Spitzenleistungen: Lazar Bratan verteidigt seinen Meistertitel (40 – 44) bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften, und Maike Roll gewinnt am Balken bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften.

Bei den jüngeren Jahrgängen werden im männlichen als auch im weiblichen Nachwuchsbereich bei Gau- und Bezirksentscheiden in der Mannschaft und im Einzel durchweg erste und zweite Platzierungen erreicht.
Die Tischtennisjugend belegt als Aufsteiger in die Kreisliga einen kaum erwarteten 3. Platz und startet mit einer zweiten Mannschaft im Schülerbereich.
Der TSV verzeichnet wie in den vergangenen Jahren einen ungebrochenen Zulauf zu den Sport- und Kursangeboten. Um der drangvollen Enge beim Training und der steigenden Nachfrage Rechnung zu tragen, trifft der Vereinsvorstand im Dezember 2017 eine richtungsweisende Entscheidung: Bau einer zusätzlichen Sporthalle. Gründe, Machbarkeit und Finanzierung werden den interessierten Mitgliedern bei einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung vorgetragen. Das Projekt soll 2018 umgesetzt werden. Zur Finanzierung ist – neben den Fördermitteln von Stadt und BSB – der Verkauf von zwei Erbpachtgrundstücken vorgesehen. Ambitioniertes Ziel: Weihnachtsfeier 2018 in der neuen Halle.
2016
Der TSV ist im Juni drei Tage lang Ausrichter der Baden-Württembergischen Kunstturnmeister-schaften der Männer in der EAH, einer Veranstaltung mit über 250 Sportlern und Betreuern sowie fast 600 Zuschauern.
Den finanziellen Überschuss aus dieser Veranstaltung investiert der Verein in ein einwöchiges Trainingslager in Italien, an dem etwa 20 Aktive teilnehmen.


Noch vor dem Jahreswechsel beginnen wir mit sehr viel Eigenarbeit die Installation einer neuen LED-Hallenbeleuchtung. Auch alle anderen Funktionsbeleuchtungen werden auf LED umgerüstet; eine nachhaltige Investition in Energieeffizienz.
Die Mitgliederzahlen steigen weiter; unsere Sportflächen sind kaum noch ausreichend; mittelfristig müssen wir uns hierzu neu aufstellen.
Bei unseren BL-Turnern ist am Ende der Saison das eingetreten, was wir (realistisch betrachtet) erwarten mussten: Die 2. Bundesliga ist nicht zu halten. Trotz solider Mannschaftsleistung ist mit dem extrem jungen Kader einfach „nicht mehr drin“.
Bei den Baden-Württembergischen Seniorenmeisterschaften belegen Lazãr Bratan und Jens Rudat die ersten beiden Plätze. Maike Roll wird am Balken Deutsche Hochschulmeisterin.
Der Nachwuchsbereich männlich verzeichnet bei den Mannschaften fast ausschließlich 1. Plätze vom Gauentscheid bis zum Landesfinale. Die Turnmädchen holen sich ebenfalls Spitzenplätze in ihren Leistungsstufen.
Unsere Tischtennisjugend beendet die Kreisklassensaison mit ihrer besten Saisonleistung als Vizemeister.
2015
Das Jahr ist nicht nur für Karlsruhe ein Festjahr; der TSV feiert sein
125-jähriges Gründungsjubiläum
mit Neujahrsempfang, Volleyballturnier, Vereinsmeisterschaften und einem großen Sportfest zum Abschluss des Jubiläumsjahrs. Highlight aber ist der Festabend in der Begegnungsstätte mit über 200 Gästen.



Daneben bieten wir im Sommer 2015 einer kompletten Freizeit-Volleyballmannschaft (bisher in Durlach-Aue aktiv) eine neue sportliche Heimat.
Unsere Bundesliga-Mannschaft absolviert eine Gastsaison in der Turnhalle in Rintheim, da die heimische Emil-Arheit-Halle wegen Renovierungsarbeiten nicht beturnbar ist. Spannende Wettkämpfe kennzeichnen die Saison, die auf einem mittleren Tabellenplatz endet.
Jens Rudat und Lazar Bratan werden Deutsche Seniorenmeister in ihren Altersklassen.
Neben den erfolgreichen Mannschaften der männlichen Nachwuchsturner verzeichnen nun auch die Mädchen ihre ersten Erfolge: Platz 1 beim Mannschaftsendkampf in der Gauliga und zahlreiche Spitzenplätze bei den Einzelwettbewerben. Die konsequente Nachwuchsarbeit zahlt sich aus.

2014
In diesem jahr verteidigt die 1. Mannschaft trotz verletzungsbedingter Ausfälle mit einer „Altherrenriege“ den Platz in der 2. Bundesliga.
Maike Roll wird Deutsche Vizemeisterin am Balken und Lazãr Bratan – wer auch sonst – Deutscher Seniorenmeister.
Zusammen mit dem TV Gondelsheim richtet der TSV die Badischen Juniorenmeisterschaften im Kunstturnen der Mädchen aus.
Im Rahmen der neu eingerichteten TSV-Turnschule wird die Kunstturnabteilung unter der Leitung von Mihaela Petru um Nachwuchs- und Leistungsgruppen Mädchen erweitert.

Die energetische Sanierung der Vereinsimmobilie wird durch die Dämmung der Hallendecke konsequent fortgesetzt. Und erstmals beschäftigt der TSV einen Mitarbeiter im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD).
2011
Im zweiten Quartal 2011 muss der Verein die bislang erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Pächter des Vereinslokals nach unerfüllbaren Expansionswünschen und mit erheblichen finanziellen Verlusten aufkündigen. Die Gaststätte wird neu verpachtet.
Ende des Jahres 2011 fordert ein Küchenbrand in der Vereinsgaststätte ein erhebliches finanzielles Engagement des Vereins bei der Neuausstattung der Restaurantküche und weiteren notwendigen Renovierungsarbeiten. Bis ins Jahr 2012 dauern die Folgen aus diesem Ereignis an, die letztlich mit der wirtschaftlich begründeten Kündigung des Pächters enden.

Die erfolgreiche Saison der 2. Mannschaft des TSV Grötzingen wird 2012 mit dem Aufstieg in die Landesliga belohnt. Einen bemerkenswerten persönlichen Erfolg verzeichnet unser Trainer Lazãr Bratan, der 2012 Deutscher Meister bei den Senioren wird.
Neben diesem Erfolg gibt es allerdings auch einen Einschnitt in sportlicher Sicht. Nach zehn Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga muss die 1. Mannschaft nach einer von zahlreichen Verletzungen geprägten Saison den Gang in die 3. Liga antreten.
2000 – 2010

Mit umfangreichen Renovierungsarbeiten von Turnhalle, Wohnungen und Geschäftszimmer startet der TSV Grötzingen mit viel Eigenarbeit ins neue Jahrtausend. Bei den Kunstturnern, die im Jahr 2002 wiederum den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffen, steht ein Generationenwechsel ins Haus. Alters- und berufsbedingt stehen bewährte, erfolgreiche Turner bei Wettkämpfen nicht mehr zu Verfügung. Zeitgleich findet auch ein Trainerwechsel statt: Corneliu Jänner übergibt die Aufgabe, den “Nachwuchs” an die Leistungsklasse heranzuführen, an Lazãr Bratan. Hierzu wird der TSV Grötzingen gemeinsam mit dem TSV Berghausen als “TG Grötzingen-Berghausen” an den Start gehen. Unter der Leitung und mit Lazãr Bratan als Turner erringt die Mannschaft in den Folgejahren bei den BW-Meisterschaften bis 2008 über 20 Meistertitel. Ende 2002 wird das völlig umgestaltete und renovierte Vereinslokal “Gaststätte am Grollenberg” eingeweiht. Mit einem Wechsel des Pächters im Vereinslokal klappt im Jahr 2004 auch im kulinarischen Bereich der Aufstieg in die “Spitzenklasse”. Der alljährliche Neujahrsempfang bietet ab 2007 dem Verein Gelegenheit, sich bei den vielen internen und externen Helfern und Gönnern mir einem gemütlichen Beisammensein zu bedanken. Im gleichen Jahr startet der TSV sein Engagement für ältere Mitbürger innerhalb der Aktion „In Schwung“. Die Übungsleiter sind dabei vor Ort in Seniorenheimen und ähnlichen Einrichtungen der Gemeinde aktiv. Eine zielorientierte Jugendarbeit ermöglicht der Jugend-B im Jahr 2008 einige Spitzenplätze in der Landesliga zu erreichen. Im Jahr 2008 werden die Weichen gestellt für den Umbau der Vereinsimmobilie bei Energiesparmaßnahmen und Umweltschutz. Umfassende Gebäudeisolation und eine neue Heizung mit Solarunterstützung sollen die steigenden Energiekosten dauerhaft senken. Ab 2009 geht der TSV Grötzingen bereits im 6. Jahr in der 2. Bundesliga an den Start. Nunmehr mit einer eigenen Mannschaft, da die TG seitens des TSV Berghausen nicht mehr weitergeführt werden konnte.
Unsere energetische Gebäudesanierung findet ihren vorläufigen Abschluss in der Dämmung der obersten Geschossdecke des Wohnhauses. Die Vereinsgaststätte ist zwischenzeitlich gut besuchter Bestandteil der Grötzinger Gastronomie.
1990 – 2000

Zu Beginn dieses Jahrzehnts bestimmen gesellschaftliche Ereignisse das Vereinsleben des TSV: im April 1990 wird das 100-jährige Vereinsjubiläum mit Festbankett, buntem Abend und Kunstturnwettkampf begangen; ein Jahr später beteiligt sich der Verein an der Gestaltung der 1000-Jahr Feier Grötzingens. Ebenfalls 1991 werden die Kunstturner Badischer Mannschaftsmeister. In den Jahren danach erreicht die Mannschaft immer wieder gute Plätze in der Regionalliga, turnt sogar mehrfach um den Aufstieg in die 2. Bundesliga mit. 1994 endet die langjährige Tätigkeit von Hans Koch, der das Kunstturnen im Verein über zwei Jahrzehnte bestimmt hat; Corneliu Jänner wird neuer Trainer. Der Anbau eines Gymnastikraumes mit Umkleiden, Duschen, Sanitär- und Funktionsräumen bringt eine Erweiterung des Raumangebots mit sich, sodass 1995 Gesundheitskurse und Tischtennis in das Sportangebot des TSV aufgenommen werden können. 1999 ist in zwei Bereichen ein denkwürdiges Jahr: Jürgen Kunzmann blickt auf 25 Jahren ununterbrochene erfolgreiche Tätigkeit als 1. Vorsitzender des Vereins zurück und die Kunstturner bekommen Gelegenheit eine Saison in der 2. Bundesliga mitzuturnen. Ein kurzes Gastspiel, was aber dazu führt, dass die Kunstturner des TSV zur “Karlsruher Mannschaft des Jahres 2000” gekürt werden.
1980 – 1990

Da bewusst auf kostspielige “Einkäufe” von Spitzenturnern verzichtet wird, ist 1980 ein Abstieg der Kunstturner in die 2. Bundesliga unvermeidlich. 1981 wird die Seniorensport-gruppe gegründet, die – neben den eigenen sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten – in den Folgejahren unzählige Arbeitseinsätze bei allen Neubau- und Bauerhaltungs-maßnahmen leistet. Am 1. Juli 1982 schließt der TSV für das ehemalige Handballsportgelände “Im Hohen Grund” einen Erbpachtvertrag mit der Baugesellschaft “Neue Heimat”, der dem TSV für die folgenden 99 Jahre regelmäßige Pachteinnahmen sichert. Damit wird ein solider Grundstein für eine dauerhaft zuverlässige Vereinsfinanzierung gelegt. Für die Ausrichtung der Badischen Kunstturnmeisterschaften 1983 erhält der TSV höchstes Lob vom BTB. Im Jahr 1985 veranstaltet der TSV eine sehr erfolgreiche Internationale Kunstturnschau in der Europa-halle. Auslöser war der Besuch einer großen Turner-Delegation von Honved Budapest. Mit dem Erlös aus dem Schauturnen konnte der Verein den Aufenthalt der ungarischen Turner in Grötzingen finanzieren. Danach steigt die 1. Mannschaft aus der 2. Bundesliga ab und löst sich daraufhin auf.
Umfangreiche Renovierungsarbeiten in der Turnhalle werden durchgeführt; ein neuer Sportboden wird eingebaut. Als freies Sportangebot ohne Vereinsmitgliedschaft startet der TSV seinen Lauftreff. 1987 nimmt nach zweijähriger Pause wieder eine Volleyballmannschaft an der Verbandsrunde teil. Mit einer neuen jungen Mannschaft – wiederum unter der Leitung von Hans Koch – steigen die Kunstturner 1988 in die Landesliga, ein Jahr später wieder in die Verbandsliga auf. Überlegen wird die Jugendmannschaft im Jahr 1989 Badischer Mannschaftsmeister.
1970 – 1980

Die sportliche Talfahrt der Handballabteilung setzt sich fort. Nach 45-jähriger Handball-geschichte im TSV kommt es – auch wegen der Differenzen um einen Ausbau des Sport-zentrums – 1973 zum Bruch mit der Vorstand-schaft; nahezu alle aktiven Handballer ver-lassen den TSV. Bedeutsam für die finanzielle Zukunft des Vereins gestaltet sich ein Beschluss der Außerordentlichen Mitgliederversammlung im August 1973: Das ehemalige Handballsport-gelände wird zur Wohnbebauung freigegeben und im Eingliederungsvertrag der bisher selbständigen Gemeinde Grötzingen mit der Stadt Karlsruhe als Baugelände ausgewiesen. Im gleichen Jahr wird die Volleyballabteilung gegründet. Nahezu parallel mit dem Abstieg der Handballer beginnt beim TSV ein Aufstieg der Kunstturner unter der Leitung von Sportlehrer Hans Koch. Nach zahlreichen Erfolgen auf Kreis- und Landesebene gelingt den Schülern 1973 die Badische Mannschaftsmeisterschaft und 1974 ein 5. Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Die Erfolge reihen sich aneinander: 1975 qualifizieren sich 5 Turner für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft; 1976 erfolgt der Aufstieg in die Landesliga, 1977 in die Regionalliga Südwest, 1978 dann Aufstieg in die 2. Bundesliga, fünf Badische Meistertitel der Jugend, Reinhard Nagel wird Deutscher Meister im Pferdsprung. Im Jahr 1979 steigt die 1. Mannschaft ungeschlagen in die 1. Bundesliga der Kunstturner auf – der bisherige sportliche Höhepunkt des Vereins. Gleichzeitig wird die Jugendmannschaft Badischer Meister, die 2. Mannschaft qualifiziert sich für die Landesliga. Unter der Regie des TSV wird im selben Jahr der Badische Kunstturntag in der Emil-Arheit-Halle durchgeführt; es folgen weitere – auch international orientierte – hochrangige Kunstturnbegegnungen, die den Namen des Kunstturnzentrums Grötzingen über die Landesgrenzen hinaus bekannt machen.
Ebenfalls im Jahr 1979 trifft die Vereinsführung eine weitreichende Entscheidung: Die vereinseigene Halle wird durch den Einbau einer Schnitzelgrube von einer Veranstaltungshalle für Grötzinger Vereine in eine spezifische Turnhalle umgewandelt. Dennoch können auch weiterhin durch den Einbau einer mobilen Bühne Veranstaltungen durchgeführt werden. Für die aufwändige Bühnen-konstruktion ist Hans Kurz verantwortlich. Viel Eigenarbeit wird für diesen Umbau geleistet.
1960 – 1970

Im Jahre 1961 kann die Feuerwehr gerade noch das Abbrennen der Turnhalle verhindern. Ausgehend vom Kantinenraum hat das Feuer bereits die hölzerne Trennwand zur Halle erfasst. Im selben Jahr feiert die 1. Mannschaft die Nordbadische Meisterschaft im Hallenhandball als ihren größten sportlichen Erfolg. In den Jahren 1962, 1964 und 1965 wird jeweils die Kreismeisterschaft errungen. Die Modernisierung der Turnhalle, der Ostanbau mit Lager-, Geräte- und Heizraum, sowie der Südanbau mit Toiletten, Umkleiden und Duschen werden 1965 in wesentlichen Teilen in Eigenarbeit fertig gestellt. 1967 muss die 1. Mannschaft im Feldhandball in die Landesliga absteigen; Spielerabgänge in Feld und Halle haben 1969 weitere Abstiege zur Folge. 1969 erfolgt die Fertigstellung des Hartplatzes hinter der Turnhalle im Rohbau.
1950 – 1960

Turnhalle und Gebäude in den Weihergärten werden verkauft; mit sehr umfangreicher Eigenleistung wird 1951 der Erweiterungsbau der Turnhalle auf dem Grollenberg abgeschlossen. In dieser “Mehrzweckhalle” finden auf Jahre hinaus alle größeren Veranstaltungen der Grötzinger Vereine statt. 1955 steigt die Feldhandballmannschaft in die Bezirksklasse auf und ein Jahr später erringt der TSV erstmalig die Kreismeisterschaft im Hallenhandball. Nach Geländeankäufen und -tausch kann 1957 mit Hilfe amerikanischer Pioniereinheiten der Sportplatz “Im Hohen Grund” um eine 333 m – Aschenbahn erweitert werden. Geräte- und Umkleideräume und eine Umzäunung werden errichtet. 1959 und 1960 ist der TSV wiederum Kreismeister im Hallenhandball. Der Verein erweitert sich um eine Leichtathletik- und eine Schützenabteilung; letztere schließt sich allerdings drei Jahre später der Grötzinger Schützengesellschaft an.
1945 – 1950

Trotz fehlender Vereinsstruktur treffen sich ehemalige Mitglieder des Turnvereins Grötzingen im Turnerheim und bereits im Sommer 1945 werden die ersten Handballspiele ausgetragen. Erste Gespräche zwischen Mitgliedern des TV “Bahnfrei” und des Turn-vereins Grötzingen zur Neugründung eines Vereins finden statt. Am 13. Februar 1946 wird im Turnerheim am Grollenberg der TSV Grötzingen 1890 e.V. als Rechtsnachfolger des Turnvereins Grötzingen und des TV “Bahnfrei” ins Leben gerufen. Die Handball-abteilung nimmt noch im Gründungsjahr den vollen Spielbetrieb auf. 1949 wird im Rahmen des Wiedergutmachungsabkommens das beschlagnahmte Vermögen des ehemaligen TV “Bahnfrei” auf den TSV übertragen.
1933 – 1945

Der TV “Bahnfrei” wird aufgrund seiner Zugehörigkeit zum Arbeiter-Turnerbund von den braunen Machthabern aufgelöst, sein Vermögen beschlagnahmt, Turnhalle und Turnplatz geschlossen. Viele Mitglieder finden Aufnahme beim Turnverein Grötzingen, andere ziehen sich verbittert zurück. Die Handballabteilung des Turnvereins Grötzingen spielt sich bis in die Bezirksklasse vor. Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges erlischt – mit Ausnahme der Jugendabteilungen, wovon eine 1944 sogar Kreismeister wird – jegliche Vereinsarbeit. Nach den Kriegsverlusten ist die Mitgliederanzahl drastisch reduziert. Die Turnhalle am Grollenberg wird schließlich als Lagerhalle genutzt. Alle Vereine werden nach Beendigung des Krieges aufgrund Kontrollrats-Gesetzes für aufgelöst erklärt.
1918 – 1933

Mit Energie und sehr viel Eigenarbeit wird die Vereinsarbeit fortgesetzt: Im Jahr 1924 verwirklicht der TV “Bahnfrei” seinen Traum vom eigenen Vereinsheim in den Weihergärten. Der Turnverein Grötzingen folgt mit seiner Turnhalle am Grollenberg 5 Jahre später. 1933 legt der Turnverein Grötzingen für die 1928 gegründete Handballabteilung einen Sportplatz “Im Hohen Grund” an.
1914 – 1918

Der 1. Weltkrieg legt das Vereinsleben nahezu lahm. Viele Mitglieder beider Vereine kommen nicht mehr aus dem mörderischen Krieg zurück.
1900 – 1914

Beide Vereine streben die Anlage eigener Turnplätze an: TV “Bahnfrei” in den Weiher-gärten, der Turnverein Grötzingen am Grollenberg. Die Vereinsabteilungen fächern sich auf. Turnerinnen-, Jugend- und Schüler-abteilungen kommen dazu. Volksturnen, Faust-ball und Rugby werden gepflegt, sogar Gesangs- und Spielmannszüge werden ins Leben gerufen.
1890 – 1900

14. April 1890 Vereinsgründung Turnverein Grötzingen durch Karl Wilhelm Haas, Ludwig Ruf und andere. Die männliche Jugend turnt im Turngarten des alten Schulhauses und in den Sälen der Gasthäuser. Turnfeste werden mit großem Erfolg besucht. Im Jahr lösen Konservative und Progressive eine Vereinsteilung aus. Die ausscheidenden Mitglieder gründen den Turnverein “Bahnfrei”. Die Musterriegen der Vereine erringen in den darauf folgenden Jahren viele Preise bei Turnfesten.
